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384 - Ich liebe meine Eltern nicht

Shownotes

Susi ist schon als Kind beigebracht worden, dass in ihrer Welt vor allem ein Gesetz gilt: Das ihrer Mutter. Wie es dazu kommt, dass sie eines Tages vor verschlossenen Türen stand und wer sie dann aufgenommen hat, das erfahrt ihr in dieser Folge. Ich gehe ab September übrigens auf Tour, tickets gibt es hier. Ich freue mich auf dich! https://www.ticketmaster.de/explore/paula-lambert

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Paula lieben Lernen.

00:00:02: Mein heutiger Gast ist Susi und sie hat jahrelang ihre Eltern Dienstags um elf Uhr angerufen, obwohl sie wusste, dass es ihr nicht gut tut.

00:00:12: Ganz viel Spaß beim Hören!

00:00:22: Herzlich Willkommen liebe Susi.

00:00:24: Vielen Dank.

00:00:25: Ich weiß nicht ob das wahr ist aber mein bürgerlicher Name ist auch Susi also Susanne eigentlich.

00:00:31: ich habe den Namen irgendwann abgelegt aus verschiedenen Gründen Aber ich wurde immer Susi genannt.

00:00:38: Und weißt du, meine Eltern wollten mich eigentlich Paula nennen?

00:00:41: Ach Quatsch!

00:00:41: Das wirklich war... Meine Großeltern haben sich geweigert.

00:00:44: Die waren dagegen und dann wurde ich eine Susi.

00:00:47: Oh Gott okay vielleicht sind wir einfach so was bist du für ein Jahrgang?

00:00:51: Vierundachtzig.

00:00:52: Nee das wäre dann zehn Jahre zu... aber vielleicht ist es gesprungen.

00:00:57: Weißt du so?

00:00:58: Ich finde

00:00:59: euch hätte die Namen Paula schön gefunden

00:01:01: Ja dann hätten mir beide Paula... hab' ich schon mal eine Paula hier gehabt?

00:01:04: Ich weiß gar nicht.

00:01:06: Na gut, also herzlich willkommen, liebe Susi.

00:01:09: Was für ein schönes Thema bringst du mit?

00:01:12: Habe ich lange drüber nachgedacht, welchen Titel ich dem ganzen gebe und war so beim Titel des Podcasts lieben lernen und bin aber außerhalb einer Liebesbeziehung mit einem Partner sondern eher in der Liebes- Beziehung zu mir selbst.

00:01:24: Die nicht so gut läuft...

00:01:25: ...die sehr lange sehr beschissen lief und jetzt auf dem richtigen Weg ist!

00:01:30: Das ist ja schon mal eine gute Nachricht.

00:01:34: Ja finde ich auch.

00:01:36: Interessanterweise war es bei mir so, dass die Liebesbeziehung zu den Partnern immer scheiße lief und die Liebsbeziehungen zu mir selber auch.

00:01:46: Aber ich auch lange

00:01:48: habe.

00:01:49: Also da war alles im Argen?

00:01:50: Ja!

00:01:52: Hast du schon festgemacht, woran die Wurzel dieser mangelhaften Beziehungsfähigkeit liegt?

00:02:00: Überraschung.

00:02:01: Die Wurzel liegt auf jeden Fall in meinem Elternhaus darin wie ich aufwuchs bis heute mindestens zu meiner Mutter ist aber auch zu meinem Vater.

00:02:11: da liegt alle Wurze.

00:02:13: Erzähl mal, wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?

00:02:16: Heute gibt es keine mehr glücklicherweise weil ich den Schritt nach dem letzten Retreat.

00:02:22: Ich war im Oktober auf deinem Retreat und da bin ich den Schritt gegangen, wo ich da so ein ... der Schalter legt sich um Moment hatte und dann bin ich dem Weg gegangen mich zu distanzieren und zu lösen und das war eine sehr gute Entscheidung.

00:02:35: Kleiner Disclaimer Susi war auf dem vorletzten Retreat.

00:02:40: auch nur dass ihr euch nicht wundert wir kennen uns.

00:02:44: aber diese Susi-Paula Geschichte waren mir tatsächlich neu und beim letzten Retweet kam eben auch die Frage auf.

00:02:50: Ich wusste gar nicht, dass so Susanne heißt.

00:02:52: So entschuldige ganz kurzer Ausflug.

00:02:56: ich wusste nicht das du nach dem Retreat diese Beziehung unterbrochen hast.

00:03:00: Ich dachte das erzähl mal.

00:03:03: ja ich erzähle also.

00:03:04: ich habe schon Jahrzehnte gefühlt latsche ich mit dem Gefühl durchs Leben.

00:03:09: eigentlich will ich das nicht.

00:03:10: die meine Mutter ist sehr bestimmend sehr dominant mit einer hohen Erwartungshaltung an ihr umfeld.

00:03:19: Das heißt so, ich muss immer einmal die Woche einen bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit anrufen.

00:03:25: Dein Gesicht sagt schon – ihr seht jetzt Paula nicht aber ist erschreckend – mit der Erwartungshaltung bestimmte Besuche in einem bestimmten Zyklus, meine Eltern wohnen nicht in Berlin und ich habe immer gemerkt wenn dieser Tag wo ich anrufe soll kommt, schon so zwei drei Tage vorher habe ich schlechte Laune.

00:03:44: da sträubte sich in mir alles.

00:03:46: eigentlich wollte ich das nicht.

00:03:48: Darf ich fragen, warum sie diesen Tag ausgewählt hat?

00:03:50: Gab es da einen Grund?

00:03:52: Weil Sie ... keine Ahnung.

00:03:55: Ich hab's mit.

00:03:56: meinen Eltern sind Rentner mittlerweile beide zu Hause und meine Mutter arbeitet schon seit ... keine ahnung, für um zwanzig Jahren nicht mehr.

00:04:03: Ich habe nie verstanden, warum dieser Tag und diese Uhrzeit so wichtig sind die übrigens genau in meiner Arbeitszeit liegen.

00:04:10: Welcher Tag, welche Uhrzeit?

00:04:11: Es

00:04:11: war immer Dienstagsmöglichstum elf also auf gar keinen Fall Sonntags Nicht vormittags, nicht nachmittags.

00:04:19: Samstags ging auch nicht.

00:04:22: Dienstag um sieben fuhren Sie einkaufen, dann nass das um zehn auch und rumrum ... Ich hab keine Ahnung was das Problem war!

00:04:30: Ich hab's nie verstanden.

00:04:31: Hatte es etwas damit zu tun?

00:04:33: Dass sie nur da Zeit hatte?

00:04:36: oder wollte sie dich ärgern?

00:04:38: Ich glaube, sie will mich kontrollieren.

00:04:40: Ob du ... Ja okay.

00:04:42: Also einfach geht nach ihren Regeln oder hat schlechte Laune.

00:04:46: Jeder in unserer Familie versucht schlechte Laune bei meiner Mutter zu vermeiden.

00:04:50: Was passiert, wenn sie schlechte laune hat?

00:04:53: Sie wird ekelhaft in jeder denkbaren Form, also Kritik von oben bis unten und sie stinkert einfach weil sie auch natürlich genau weiß welche Knöpfe gut funktionieren und die drückt sie dann und dann macht es keinen Spaß mehr.

00:05:09: Und dein Vater liebt noch mit ihr zusammen?

00:05:11: Ja keiner weiß warum aber ja mein Ex-Mann hat einmal gesagt die Eier meines Vaters baumeln an der Halskette meiner Mutter.

00:05:20: Der hat nicht oft recht gehabt, aber da hat er ja recht.

00:05:24: Das ist manchmal in so langen Beziehungen.

00:05:26: Da arrangiert sich der eine Teil sehr mit den hässlichen Umständen des anderen Partners ... Weil es scheinbar der einfache Weg ist?

00:05:35: Ja.

00:05:36: Ist natürlich nicht.

00:05:37: Aber ...

00:05:39: Das wird wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

00:05:40: Mein Vater wird siebzig.

00:05:43: Alles was er hat gehört meiner Mutter

00:05:47: als so!

00:05:49: Vielleicht hat er Glück und ...

00:05:54: Ich wünsche ihm alles Gute, aber er ist auch seine Entscheidung.

00:05:57: Ist halt genug ne?

00:05:58: Und es auch dafür verantwortlich!

00:06:00: Wie war's für dich als Kind mit dieser Frau?

00:06:02: Weil die Leute entwickeln sich ja nicht überraschenderweise plötzlich zu solchen Menschen sondern meistens waren sie das immer schon.

00:06:10: Ja wie was als kind?

00:06:12: ich war ein unglaublicher einsames und trauriges Kind Es sei denn ich war bei meinen Großeltern.

00:06:17: Die haben mir glaube ich so emotional bisschen den Arsch gerettet Weil ich da liebe erfahren hab.

00:06:22: Mütterlicherseits?

00:06:23: Nee, väterlicherseits!

00:06:24: Die Oma mütterlicheseits.

00:06:26: mich wundert nicht warum meine Mutter ist wie sie ist weil wir nannten sie liebevoll.

00:06:30: die Irre.

00:06:32: Saktölecher ist

00:06:34: Tendenziell Ja

00:06:35: und als Kind.

00:06:36: das war wirklich nicht einfach.

00:06:38: Meine Mutter hat es auch ganz toll verstanden einen Keil zwischen meiner Schwester und mich zu treiben.

00:06:42: Ich habe eine ältere Schwester dreieinhalb Jahre Und eine von uns war immer die gute Und die andere war gerade die Böse so, dass wir nie miteinander auf Augenhöhe waren.

00:06:52: Das hat dazu geführt, dass es keine Geschwisterbeziehung gab.

00:06:55: Die haben wir erst entwickelt als wir wirklich echt erwachsen waren aber vorher nicht.

00:07:01: und als ich dann ein bisschen älter wurde und mich so emanzipiert habe da wurde ich wütend.

00:07:07: Da war ich nicht mehr traurig sondern da war ich wüttend und da hab' ich dann auch ganz bestimmte Dinge gesagt wie man eigentlich nicht sagt Weil die so raus mussten

00:07:17: aus mir.

00:07:18: Was darf man eigentlich nicht sagen?

00:07:19: Ich hab meine Mutter schon angeschrien als blöde Kuh und so, das würde ich jetzt denken in einem gesunden Verhältnis... Gut kann's wahrscheinlich trotzdem passieren und mal lacht hinterher drüber!

00:07:30: Ich wollte grad sagen also wenn es zu der Situation passt.

00:07:33: Also ich habe wirklich viele böse Worte gesagt aber ich hab die gefühlt in dem Moment und dann mussten sie raus.

00:07:40: Wie hat sie darauf reagiert?

00:07:42: Wahrscheinlich

00:07:45: Als ich Kind war und Dinge falsch gemacht habe, wurde ich mit Ruhe gestraft.

00:07:50: Also gehen in dein Zimmer, ich kann nicht mehr sehen.

00:07:53: Wenn du so weitermaskest ins Heim, das sind die Klassiker ... Und dann wurde ich auch mal tagelang wegignoriert.

00:08:00: Das wär ich nicht da!

00:08:02: Das war ihre Art.

00:08:04: Und als ich nachher laut wurde, wurde Ich der Wohnung verwiesen.

00:08:10: Wie alt warst Du da?

00:08:13: Da bin ich eines Tages nach Hause gekommen und der Wohnungsschlüssel passte nicht mehr.

00:08:18: Und dann bin ich quasi ausgezogen worden.

00:08:20: Ohne Ankündigung?

00:08:22: Also es gab den Tag so vor, natürlich Streit.

00:08:25: Ja.

00:08:25: Weißt du noch worüber?

00:08:26: Nee,

00:08:27: weiß ich nicht mehr aber ich hab mich weiß noch dass ich so richtig bockig war.

00:08:30: Ich dachte habe jetzt wirklich die einen rein und meine Mutter hatte sehr viele Jahre eine Affäre mit ihrem Chef und gefühlt wussten alle.

00:08:39: Ich weiß nur wie mein Vater das wusste Und dem hab ich das auf die Nase gebunden an dem Tag.

00:08:45: Genau!

00:08:46: Die größte Waffe, die möglich war?

00:08:47: Ja,

00:08:48: das mach' ich jetzt auch ohne drüber nachzudenken einfach so impulshaft.

00:08:52: und dann bin ich ins Bett gegangen und den nächsten Tag in die Ausbildung kam wieder.

00:08:55: mein Schlüssel passte nicht mehr.

00:08:57: Da standen so ein paar Reisetaschen vor der Tür, wir wohnten in einem Mehrfamilienhaus aber ich konnte nicht mehr rein.

00:09:05: Dann habe ich geklingelt und geklopft weil ich dachte, wenn mein Schlessel funktioniert nur nicht, dann hat meine Mutter die Kette vorgelegt.

00:09:11: Sieh ich heute noch.

00:09:11: Er hat so ein bisschen die Tür aufgemacht und mir gesagt, wenn er sich in Erwachsene Themen einmischt, der kann auch leben wie eine Erwachsener und hat die Tür wieder zugemacht.

00:09:20: Und dann war ich quasi auch gezogen.

00:09:24: Du siehst mich sprachlos?

00:09:26: Ja, war ich ja auch lang.

00:09:28: Also heute kann ich drüber sprechen.

00:09:29: Ich habe so unfassbar viel geweint, Dinge kaputt gehauen... Heute denke ich ist das irgendwie mehr über sie als über Milch.

00:09:37: Ich war ja noch ein Kind!

00:09:39: Aber ne dann...

00:09:41: Und dein Vater hat dich nicht verteidigt nie.

00:09:45: Das hat mich mitgemacht bei den Dingen, aber er hat es immer alles hingenommen.

00:09:50: Was ist ja nicht viel besser macht?

00:09:51: Nee, Nismitteta auf jeden Fall!

00:09:53: So weit bin ich jetzt.

00:09:54: das habe ich beim Retreat nachdem ich mich also wo ich mich dann gelöst hab da habe ich dem Moment gehabt wo ich dachte den Pfff wenn der mit weg ist, ist er mit weg und dass is ok.

00:10:05: Wie hat deine Schwester darauf reagiert?

00:10:07: Gar nicht die Wunte auch schon nicht mehr zu Hause, die hat erst gar nicht so richtig mit gekriegt.

00:10:12: Und ich glaub, ich bin dann erst mal mit meinen sieben Taschen nicht so hatte zu meinen Großeltern.

00:10:17: Die das schon wussten.

00:10:18: Weil als ich da ankam, saß mein Vater bei denen auf dem Sofa und hat ihnen gesagt wenn ihr Jula aufnimmt breche ich den Kontakt zu euch ab!

00:10:25: Und die haben dich aufgenommen?

00:10:27: Nee aber meine Opa hat dafür gesorgt dass ich ganz schnell eine eigene Wohnung hatte.

00:10:33: Also Sie haben dich nicht aufgenommen... Ich

00:10:35: durfte da zwei drei Nächte schlafen.

00:10:36: also es war kein.

00:10:37: Du gehst jetzt auf die Straße Organisiert, sie hatten auch Angst, dass ihr einziger Sohn den Kontakt abbrecht.

00:10:48: Das war heimlich mit... Komm, schlaft da mal!

00:10:54: Das tut mir sehr leid.

00:10:55: Ja, mir auch.

00:10:57: Also für alle Beteiligten?

00:10:59: Mhm.

00:11:02: Wo bist denn dann hin?

00:11:03: Hast du eine eigene Wohnung bekommen?

00:11:04: Ja mein Opa hat mir tatsächlich eine Wohnung gemietet.

00:11:06: ich war ja noch minderjährig konnte nicht wie auch immer er das innerhalb von drei Tagen organisiert hatte aber ich hatte so ne Dreiundzwanzig Quadratmeter einen Zimmerwohnungen, die aber völlig gereicht hat.

00:11:17: Und dann haben wir meine Großländer und ich die topiziert eingerichtet und dann bin ich da eingezogen.

00:11:23: Erinnerst du dich wie du dich gefühlt hast in der ersten Nacht?

00:11:26: Alleine!

00:11:27: Ich weiß auch, dass ich dann meine beste Freundin anrief, die zum Glück so ein Haus weiter wohnte und die kamen dann rüber und hat mit mir auf den Sofa geschlafen weil ich mich so einsam fühlte.

00:11:38: erst und dann dauerte das so einen Moment Außer die finanzielle Verantwortung, die damit leider einherging.

00:11:46: Aber so vom Gefühl war das ... Ich kann nach Hause kommen ohne so einen Druck und immer so ein Gefühl von, guck mal, welche Laune sie hat!

00:11:56: Weil das schwang mein Leben lang mit.

00:11:59: Hat sie dir Geld gegeben?

00:12:01: Also musste sie ja eigentlich

00:12:03: nicht.

00:12:03: Ja nein ich hab noch um meinen Kindergeld gestritten.

00:12:07: Weil ich war ja sechzehn in der Ausbildung, meine Eltern bekamen Kindergeld für mich.

00:12:10: Das wollte ich natürlich

00:12:11: haben

00:12:12: Und das haben wir am Ende über die Familienkasse ausgefochten.

00:12:18: Weil meine Eltern der Meinung waren, ich hab ihn ja schließlich auch sechzehn Jahre lang... ...die Haare vom Kopf gefressen und es steht ihnen jetzt zu.

00:12:25: Das stand natürlich nicht!

00:12:26: Ich habe's am Ende auch bekommen aber da musste ich ganz schön... ...ich habe am Ende mit dem Anwalt gedroht Ich hätte sie auch verklagt, das hätte ich gemacht.

00:12:35: Das musste ich nicht, aber es hat nicht viel

00:12:37: gefehlt.".

00:12:38: Aber die mussten dich ja eigentlich per Gesetz unterstützend wahrscheinlich und das haben Sie nicht gemacht?

00:12:43: Nein!

00:12:43: Wie wirst du denn über die Runden gekommen?

00:12:45: Ich habe eine Ausbildung gemacht und ich hab immer noch einen zweiten Job gehabt am Wochenende und so habe ich mich finanziert.

00:12:51: Auch gar nicht so schlecht drückblickend betrachtet ging das immer alles irgendwie...

00:12:56: ...aber

00:12:58: das war nicht so ganz ohne.

00:13:02: Ja.

00:13:03: Krass.

00:13:04: Also, wenn ich mir vorstelle ... Die sind jetzt schon älter, aber mit sechzehn ist man halt noch ein Baby in Wahrheit.

00:13:18: Hast du in der Zeit noch Kontakt zu denen gehabt?

00:13:22: Nee ne Weile nicht, also bestimmt so vier Jahre nicht!

00:13:28: Und die haben sich nie gefragt wo du eigentlich bist?

00:13:32: Na wenn dann haben sie mich nicht teilhaben lassen an ihren Gedanken, Und vermutlich wussten sie über meine Schwester und auch über meinen Großeltern immer, wo ich bin.

00:13:43: Das ist vermutlich heute noch so über meine Schwestern.

00:13:46: Aber mit mir gesprochen wurde in der Zeit nicht.

00:13:52: Erinnerst du dich, wie du damals über deine Eltern speziell über deine Mutter gedacht hast?

00:13:58: Also gab es da schon eine Art Reflexion darüber, dass das unrecht ist was die tun?

00:14:05: Ich war immer auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, lange.

00:14:09: Bestimmt bis ich das erste Mal so drüber nachgedacht, dass es nicht ich bin... Da war ich vielleicht so Mitte zwanzig?

00:14:20: Meine Oma wurde irgendwann doll krank und wünschte sich sehr, dass sich alle verstehen.

00:14:24: Kleine Familie und ... Ich hab' das für Oma gemacht!

00:14:28: Ich bin dann irgendwann zu meinen Eltern, habe da an der Tür geklingelt und hat mich entschuldigt.

00:14:34: Und du siehst an meinem Gesicht, ich weiß gar nicht wofür.

00:14:36: Aber ich hab mich entschuldigt und hab darum gebeten wieder Teil der Familie sein zu dürfen damit Omas Wunsch erfüllt ist.

00:14:43: Ich habe so lange die Füße stillgehalten bis Oma starb für Sie.

00:14:49: Habe ich dieses Spielchen wirklich echt in allen Facetten mitgemacht?

00:14:53: Wie hat eine Mutter reagiert?

00:14:54: mit großer Gnade oder...

00:14:57: Nächst war erst mal ein, du kannst da mal reinkommen auf die Terrasse wohlgemerkt nicht ins Haus.

00:15:01: Das

00:15:02: Haus bei meinen Eltern darf man nur immer einen Zopf trägt im Übrigen.

00:15:06: Entschuldige... Was?

00:15:09: Ja sonst könntest ja Haare verlieren wenn du das Haus betrittst und offene Haare hast.

00:15:17: Warte mal!

00:15:19: Was?!

00:15:20: Ja es war.

00:15:21: Wenn du bei meiner Mutter bist wirst du immer erst durch die Garage so auf die Terrace gelassen Und dann sitzt sie da und raucht, raucht.

00:15:27: Irgendwann sagt man, ich muss mal ums Eck.

00:15:31: Moment, warte kurz!

00:15:31: Dann kommt sie, holt ihr paar Hausschuhlstellt dir die an die Terrassentür damit du auch ja nicht aufs Socken über das Paket

00:15:36: löst?

00:15:37: Ja.

00:15:38: Wenn deine Haare offen sind, kriegst du ein Haargummi.

00:15:41: Hat sie langes Haar?

00:15:42: Ja... ...und trägt einen Zopp?

00:15:44: Immer.

00:15:46: Meine Mutter kämmt sich die Haare nur im Garten.

00:15:51: Entschuldigung.

00:15:51: Heute lache ich drüber.

00:15:55: Wenn du das in einer Serie zeigen würdest, würden die Leute sagen, nee.

00:15:58: Das ist zu viel!

00:15:59: Wirklich?

00:15:59: Kannst ja nicht ausdenken, ja.

00:16:02: Es wirklich war...

00:16:04: Also ich meine, ich habe hier schon viel gehört aber jedes Mal denke ich, dass gibt es doch nicht.

00:16:10: Das gibt es auch nicht.

00:16:11: Doch, es gibt noch mehr vermutlich.

00:16:15: Okay, so nachdem du dir einen Zopf gemacht hast und ordnungsgemäß die Hausschuhe angezogen hast wurde nochmal über den Streit gesprochen.

00:16:25: Bis heute nicht.

00:16:27: Wie lange dauerte die Affäre, weiß man das?

00:16:30: Ich erinnere mich, als ich so eingeschult wurde war der Typ schon am Start.

00:16:34: Der war auf meiner Jugendweihe

00:16:35: ...

00:16:36: Er war auf der Jugendweiher meiner Schwester und auf allen Grillabenden der Familie bei Oma im Garten.

00:16:42: Er war aber auch verheiratet selbst?

00:16:44: Ja!

00:16:45: War die Frau auch mit?

00:16:46: Nein?

00:16:47: Nee,

00:16:47: die habe ich nie kennengelernt, die sah man nur Ihnen gesehen.

00:16:51: Und also ein richtiger Hausfreund?

00:16:53: Ja.

00:16:55: Und dein Vater, der mit dieser Kenntnis nun gesegnet war hat der in irgendeiner Weise darauf reagiert?

00:17:01: Nein!

00:17:02: Nicht dass ich wüsste und was ich nicht weiß ob das vielleicht sogar ein Agreement zwischen meinen Eltern gab, dass das in Ordnung ist.

00:17:10: Nobody knows.

00:17:12: Beziehungsweise wird sie ihm schon gesagt haben, dass es in Ordnungen ist gefälligst.

00:17:16: Weil er war ja nie da, hat er mal gearbeitet und kam nur an den Wochenenden nach Hause.

00:17:21: Was blieb ihr anderes übrig?

00:17:22: Ich vermutlich, ich war bei dem Gespräch nicht dabei.

00:17:24: Also

00:17:24: er war unter der Woche immer weg auf Montage oder was?

00:17:27: Ich glaube,

00:17:27: Nia war am Außendienst

00:17:29: und

00:17:29: hat auch viel Geld verdient, immer die Kohle ran geschafft bis ich so elf zwölf war.

00:17:34: Und dann ist er nachher in einigermaßen einen normalen Job gegangen wo er dann auch unter der Wache daheim war.

00:17:39: aber

00:17:41: das wird ja dann ihr nicht gefallen haben nämlich an.

00:17:44: Es wirkte nicht so als wenn ihr das gefällt.

00:17:47: Aber sie hat es jetzt trotzdem gut hingekriegt.

00:17:49: Ist es nicht grotesk, dass man sein ganzes Leben so verplempert?

00:17:53: Ja.

00:17:54: Mit Menschen die sich gar nicht mögen!

00:17:59: Ich finde das schwer zu verstehen aber ist vielleicht auch ein Generationenthema oder ganz sicher sogar...

00:18:05: Meine Eltern sind beide vorher einmal geschieden also sie jetzt nicht so, dass sie nicht das Scheitern von Beziehung schon mal auch erlebt und zulassen hätten.

00:18:12: Ja, aber vielleicht wollen Sie's nicht noch ein zweites Mal

00:18:14: verkacken.

00:18:15: Was sollen denn die Nachbarn

00:18:16: denken?!

00:18:17: Das ist egal.

00:18:18: meine Mutter hat keinen Kontakt zu niemandem.

00:18:21: Ich

00:18:23: bin mit meiner Mutter auch nicht verfreundet sein wollen, aber sie haben keinen Umfeld.

00:18:28: Beide nicht?

00:18:29: Ja und dann reden Sie nicht mal miteinander vernünftig zumindest auf einer Ebene die menschlich angenehm wäre.

00:18:36: Also

00:18:36: ich glaube eine emotionale Verbundenheit findet da nicht statt.

00:18:43: So du kehrst also wieder

00:18:45: ja

00:18:46: mit zwanzig als junge Frau Nach vierjähriger Einsamkeit und der Frage, warum werde ich nicht geliebt?

00:18:58: Das muss ja zutiefst erschütternd gewesen sein.

00:19:01: Damals habe ich das nicht so wahrgenommen.

00:19:04: Ich hab nicht drüber nachgedacht sondern war einfach froh dass es jetzt für Oma erst mal vom Tisch ist Sie in Frieden, ihre letzten Jahre irgendwie auch hinkriegen konnte und ich glaube das hatte sie auch.

00:19:17: Dass sie mit dem Gefühl von jetzt haben sich alle wieder gern ohne dass die tief eingestiegen wäre habe ich das für Oma einfach dann so mitgemacht.

00:19:28: Und als Oma starb was geschah dann?

00:19:32: Erst mal war natürlich ganz mir fehlte so... Jetzt fange ich gleich an zu weinen.

00:19:37: Die Mutter meine Oma war ja immer die Frau die mich geliebt hat auch spürbar Und da war ich ganz doll tief traurig, sehr froh, dass mein Opa noch da war.

00:19:48: Der hat aber leider drei Monate später entschieden ohne Oma ist das Leben nicht lebenswert und ging dann auch freiwillig.

00:19:56: Dann fanden sie beide weg.

00:19:58: Da ist in mir was kaputt gegangen.

00:20:00: Ich wirklich fühlte mich dann getraut über die Kindheit, die ich nie hatte.

00:20:07: Also warum auch immer?

00:20:07: In dem Moment... Das begleitet mich bis heute.

00:20:13: Zwei Menschen fehlen, die sich anfühlen wie Eltern.

00:20:17: Weil die hab ich nicht mehr.

00:20:23: Zumindest kurz hast du eine Ahnung davon bekommen, wie es hätte sein können?

00:20:29: Auf jeden Fall und ich bin Ihnen sehr dankbar für all die Liebe denn das war die einzige, die ich bekommen habe sonst keine Ahnung was mit mir passiert wäre.

00:20:39: aber vermutlich wäre ich heute ein ganz anderer Mensch wenn.

00:20:44: Ich hab auch alle mögliche Zeit bei meinen Großeltern verbracht, immer.

00:20:47: Ich bin da immer hingegangen und ich wurde damit bestraft nicht hingehen zu dürfen, wenn ich nicht funktioniert habe.

00:20:53: Meine Mutter wusste das, dass ich mich da wohl fühl.

00:21:01: Ja, dies schönen Gruß an alle, die immer argumentieren aber es sind doch deine Eltern?

00:21:07: Ja!

00:21:08: Aber du hast doch nur diese Eltern.

00:21:13: Es tut mir so leid.

00:21:15: Wie hat deine Schwester das Ganze gesehen?

00:21:17: Habt ihr darüber gesprochen?

00:21:19: Ja viel ... Als die erste Phase von kein Kontakt mehr war, hat meine Schwester sich voll und ganz auf die Seite meiner Eltern gestellt.

00:21:28: Ich weiß, dass sie das aus Angst getan hat selbst, Opfer dieses Verhaltens zu werden.

00:21:34: Später haben wir uns dann wieder so ein bisschen angenähert aber auf einer relativ oberflächlichen Ebene bis meine Schweste ein Kind bekommen.

00:21:41: Und dann hat sie glaube ich auch angefangen zu reflektieren und gemerkt ... Sie hätte mal beschrieben, ich habe gemerkt, anfangen, wie Mutti zu agieren.

00:21:53: Und dann haben wir da natürlich drüber gesprochen und sie ist dann glücklicherweise ... Sie hat das bemerkt, sie hat sich bei ihrer Tochter dafür entschuldigt, die war ja noch klein aber trotzdem gesagt du sorry warum auch immer ich war gratulierend dabei nicht auf dich, es hatte nichts mit dir zu tun, liebe Dich, sie gestreichelt und dann war wieder gut.

00:22:10: Die hat die Kurve gekriegt mit Ihrer Tochter.

00:22:13: Aber da fingen sie an zu reflektieren Unangenehm Ambivalent, was das angeht.

00:22:23: Wir haben Kontakt der ist auch gut.

00:22:25: wir sprechen auf wir sprechen auch mal über tiefe Themen aber sie hat Mitleid mit meiner Mutter.

00:22:33: auf welcher Basis

00:22:34: dass ich jetzt den Kontakt abgebrochen habe?

00:22:36: einfach so

00:22:41: Wenn du sie fragst, warum geht es nicht?

00:22:43: Was ist dann ihre Argumentation?

00:22:45: Deine Mutter hat nur eine Überlegmal in der Generation.

00:22:48: Mit dem Alter ändert man sich auch nicht mehr ... Ich will ja gar nicht, dass sie sich ändert.

00:22:53: Es spielt für mich keine Rolle mehr, ob sie sich endet.

00:22:56: Das kann sie lassen oder sie kann das machen.

00:22:59: Aber ich hab ja das Recht zu entscheiden, dass ich das nicht möchte und das sieht meine Schwester anders.

00:23:05: Sie sieht schon die Verpflichtung den eigenen Eltern gegenüber.

00:23:09: Vielleicht hat sie auch Angst, dass sie alleine ist.

00:23:12: Wenn mal eine Pflegebedürftigkeit am Start ist?

00:23:17: Das wird dir sein, weil ich bin raus!

00:23:21: Ja und nachvollziehbarerweise.

00:23:24: Ich finde auch.

00:23:26: Die haben ja keinen Anspruch auf dich.

00:23:31: Wenn man aufwächst mit dem Glauben, dass man nicht liebenswert ist... ...ist natürlich alles einfach ein... Tackenschwere zum Beispiel.

00:23:40: Anerkennung zuzulassen, egal in welchem Umfeld zum Beispiel Beziehungen zu führen mit Leuten die es gut mit einem meinen weil das ist ja auch ein Gebiet was man überhaupt nicht kennt alles neu.

00:23:53: darum ist die sag ich jetzt mal Chance relativ groß dass man an jemandem gerät der sehr ähnlich ist Wie man das im Elternhaus gelernt hat.

00:24:04: Wir orientieren uns an dem, was wir kennen.

00:24:07: Das ist vertraut.

00:24:09: Wie gestalteten sich deine ersten Beziehungen?

00:24:14: Die erste Beziehung war überraschend gut.

00:24:18: Mit sechzehn habe ich einen jungen Mann kennengelernt.

00:24:20: Der halbe Jahr älter war als ich.

00:24:23: Der war wirklich gut zu mir.

00:24:25: Kann ich nicht anders sagen ... Also für das Alter gefühlt, dass halbe Leben auch zusammen gewohnt.

00:24:34: Wir waren verlobt ganz kitschig süß haben dann aber gemerkt, dass unsere Lebensziele nicht zueinander passen.

00:24:41: also ich habe schon mit Anfang zwanzig gewusst Ich werde keine Kinder bekommen.

00:24:45: Ich sehe das für mich nicht und er hat immer gewusst er will Vater werden Und es führte am Ende dazu, dass das nicht funktioniert hat.

00:24:53: Trennung war jetzt nicht so super fein, weil eine andere Frau im Spiel war.

00:24:56: Heute versteh ich aber warum ...

00:24:58: Der brauchte vielleicht einen Ruck?

00:24:59: Absolut!

00:25:00: Und die haben auch innerhalb von zwei Jahren geheiratet und gekriegt ein Haus gebaut.

00:25:04: Dinge, die mit mir nicht passiert wären.

00:25:06: Sind die noch zusammen?

00:25:07: Nee

00:25:07: sie ist leider verstorben

00:25:09: an

00:25:10: Krebs.

00:25:12: Ich glaub aber dass sie sich vorher schon getrennt haben Aber trotzdem natürlich vor allem fürs Kind.

00:25:18: ganz schlimm Dass die Mutter so früh verstorbt.

00:25:25: Und dann habe ich einen Mann kennengelernt, der mich in meine Komfortzone brachte.

00:25:31: Er ist wie meine Mutter...

00:25:34: Wie sah das aus?

00:25:37: Also was ich erst spät geschnallt hab war dass er schwerstabhängig war von Kokain.

00:25:43: Später auch von Alkohol und noch anderen Dingen die ähnlich sind als Kokain.

00:25:49: Er war nur bei sich, es ging nur um ihn.

00:25:51: Seine Meinung war die Einzige, die zählte und ich war entweder nicht genug oder zu viel von beidem aber nie richtig.

00:26:01: Und das habe ich tatsächlich zwölf Jahre lang mitgemacht In allen denkbaren Facetten.

00:26:06: also der hat mir Geld geklaut.

00:26:10: Der hat einen Kredit auf meinem Namen aufgenommen.

00:26:12: Also wir sprechen hier von fünfzehntausend Euro Kredit, die er irgendwie mit meinem Ausweis als Kredit aufgenommen hat.

00:26:20: Glaubst du, ich hab den angezeigt?

00:26:22: Habe ich das abgezahlt.

00:26:24: Weil macht man ja nicht?

00:26:25: ne, kann ich auch nicht machen und da habe ich echt richtig lange gebraucht bis ich daraus war also zwölf Jahre in Summe.

00:26:36: Was hat dich ... Ich erinnere mich noch an das Retreat-Gespräch wie Emportobas als eine gesagt hat in einer ähnlichen Situation Ja aber Er will sich ja ändern.

00:26:51: Da kam alles aus mir raus.

00:26:54: Wie hast du den Absprung geschafft?

00:26:56: Ich hatte der Moment, als mein Opa sich das Leben nahm.

00:27:00: Und mein damaliger Mann nach Hause kam und ich natürlich völlig aufgelöst, ich glaub in der Küche auf dem Fußboden saß und heulte... ...und erzählte was passierte, sondermitte stelle ich mal nicht an.

00:27:11: Mein Opa ist auch gestorben.

00:27:14: Da hab' ich gemerkt okay dass es geht irgendwie null um

00:27:18: mich!

00:27:20: Nur waren ja auch meine Großeltern nicht mehr da die immer diesen Halt gegeben haben.

00:27:24: Dann habe ich angefangen, mich mit mir selbst zu beschäftigen und mir zu überlegen will ich das.

00:27:30: Und aus meinem Umfeld wusste wirklich nur eine einzige Person wie es Zuhause wirklich läuft mein bester Freund.

00:27:35: und er hat immer gesagt du packst jetzt deine Tasche und kommst mit zu mir.

00:27:39: Das habe ich aber nie gemacht.

00:27:41: was wäre aufgeben gewesen?

00:27:42: Es liegt mir nicht so.

00:27:44: Ich bin nicht diejenige die aufgibt.

00:27:47: Und dann habe ich angefangen Stück für Stück über bestimmt drei Jahre mich immer mehr zu lösen mehr mein Ding zu machen, bin alleine mit einer Freundin in den Urlaub geflogen.

00:27:56: War mir dann auch egal ob ihm das gefiel oder nicht und irgendwann war ich emotional soweit dass ich gar nicht mehr verbunden war.

00:28:03: Und da hab' ich gesagt so... Das war's!

00:28:06: Ich möchte das nicht mehr.

00:28:09: Da war ich schon Mitte dreißig.

00:28:11: So wie Zeit ins Land gegangen aber es gehört halt auch dazu.

00:28:14: Du und manchmal dauern die Dinge einfach?

00:28:17: Ja.

00:28:18: Man kann sie erst machen wenn man's verstanden hat.

00:28:21: Das hat ein bisschen gedauert

00:28:24: Und das ist okay, Hauptsache es passiert irgendwann.

00:28:26: Ja

00:28:27: zum Glück!

00:28:27: Nicht so wie bei deinen Eltern wo's nie passiert.

00:28:29: Ach Gott ja, Horrorvorstellung.

00:28:31: Ja, absoluter Horror.

00:28:33: Also das ist gelebter Horror.

00:28:38: Hast du dann... Als du dich getrennt hast war dir schon klar ich bin es wert geliebt zu werden?

00:28:49: Ich glaube da war ich noch auf dem Weg dahin.

00:28:51: also mir war auf jeden Fall klar dass was ich hatte nicht genug war dass ich mehr als das verdient hab.

00:28:57: Aber wenn man so im Minus ist, ist es halt auch nicht schwer zu sagen, ich brauch irgendwie mehr.

00:29:04: und dann habe ich aber angefangen zu daten, kannte ich ja gar nicht ne?

00:29:07: Ich war seit ich sechzehn war immer in Beziehung und wieder erwarten war das zumindest für mein Selbstwertgefühl eine Mega-Erfahrung.

00:29:17: Obwohl all diese Apps verteufelt werden nur positive Erfahrungen mitgenommen Weil ich auch nie eine Erwartung hatte.

00:29:24: Ich hab immer gedacht, entweder nette Abend oder ich gehe halt.

00:29:28: und da waren viele wirklich nette Menschen ohne das Net der kleine Bruder von Scheiße ist einfach nette die mir gut getan haben.

00:29:38: Und dann habe ich nochmal berufsbegleitend angefangen zu studieren.

00:29:43: In dem Moment habe ich mitgekriegt was sich eigentlich alles so leisten kann Was ich hinkrieg mit einem Vollzeitjob noch zu Studieren.

00:29:51: Ich habe auch was Psychologisches studiert, da gab es natürlich auch so ein paar Erkenntnismomente.

00:29:56: Und dann irgendwann habe ich gedacht ja du willst jetzt sagen geile Sau?

00:30:01: Ja

00:30:02: und damit bin ich nach draußen gelatscht und dann lief mir einen Mann über den Weg der ganz weit weg von dem war, von dem ich immer dachte das will ich.

00:30:12: Wo war weit weg?

00:30:13: Ja, ich hab immer gedacht.

00:30:15: Ich brauch so... Ich habe das immer beschrieben als die Holzfellerenergie.

00:30:18: So ein großer breiter kräftiger Mann im karierten Hemd mit Vollbarat und eine Achse in der Hand.

00:30:25: Der

00:30:25: sich halt verteidigen kann.

00:30:26: Wer mich verteidigt kann und der aber auch Entscheidungen trifft und Ansagen macht.

00:30:31: einfach so heute würde ich sagen die ungesunde Maskulinität.

00:30:36: Und dann war da ein Typ, mit dem wir das Schreiben schon.

00:30:40: Das lief so wie geschnitten Brot.

00:30:42: Das fühlte sich so leicht an und dann haben wir uns getroffen und ich darf das sagen weil er weiß dass... Ich habe gedacht du magst doch eigentlich Männer!

00:30:53: Weil der so eine für mich ungewohnt also sehr positiv gemeinte so eine weiche weibliche Energie hatte

00:31:00: Weil er in sich sauber

00:31:01: ist.

00:31:02: Ja, weil er einfach.

00:31:03: und natürlich hat der auch so seine Team, weil da einfach ein Mensch ist aber Der ist so fest in seiner Männlichkeit dass der jedes Aberlied mehr fühlt als wir beide zusammen.

00:31:12: Und das hat mich in so einer Leichtigkeit gebracht dass ich dachte ich muss hier Ich bin einfach und Vielleicht war es auch so ein bisschen Strategie seiner Zeit wer weiß das schon so genau der mir einfach in einer Tour erzählt hat wie toll ich bin Und dabei nicht, oh, du hast schöne Haare und ganz tolle Augen.

00:31:29: Sondern ein... Du bist intelligent!

00:31:31: Du bist witzig!

00:31:32: Du ... bist belesen.

00:31:35: mit dir kann man scheiße reden aber auch ganz doll tiefreden.

00:31:40: Das hat mich total abgeholt.

00:31:42: Und dann hab ich gedacht jetzt ist es auch egal ob ich denke dass du vielleicht eigentlich lieber Männer magst.

00:31:47: was mir eigentlich spielt das für mich jetzt auch keine Rolle Aber dann habe ich mich da eingelassen.

00:31:54: Das ist bis heute mein Partner.

00:31:57: Das ist jetzt im siebten Jahr und das fühlt sich bis heute gut an, natürlich haben wir auch Themen.

00:32:04: logisch wäre eigenartig wenn nicht aber das ist ein toller Mensch der immer hinter mir steht und er mir immer zu jeder Zeit das Gefühl gibt dass ich alles verdient habe und noch mehr und er es auch sagt

00:32:17: Und das ist die Wahrheit?

00:32:20: Ja

00:32:23: Als du mit dem guckeinsüchtigen Mann zusammen warst wie Hat deine Mutter auf diese Beziehung reagiert?

00:32:30: Hast du ihn zu ihr gebracht,

00:32:32: habt ihr Familiengeschichten ... Irgendwann lernten die sich kennen.

00:32:39: Eine Mutter ist ... Ich kann mich gar nicht erinnern, dass sie sich geäußert hätte in irgendeiner

00:32:43: Form.

00:32:45: Es wäre naheliegend, dass Sie hinterher gesagt hat ja also so was ganz ehrlich Susi, was bringst Du denn hier nach Hause?

00:32:51: keine Ahnung oder ... Kein Wunder, dass du nur solche abkriegst.

00:32:57: Weiß ich nicht irgendwie sowas kränken das.

00:33:00: Das hat sie aber tatsächlich bei dem ersten Freund so was gemacht erinnert mich jetzt wo du das sagst.

00:33:04: Da haben meine Eltern seine Mutter kennengelernt die übrigens so unfassbar nett war.

00:33:11: Da hat meine mutter gesagt dass so eine wie so sie So ein Mann kennenlernt.

00:33:16: also da war ne Wertung Aber die gehe ja gegen mich als gegen ihn.

00:33:20: ansonsten Nee, ich kann mich nicht dran erinnern, dass meine Mutter an irgendeiner Stelle mal sich geäußert oder positioniert hätte.

00:33:30: Bis dann vorbei war da, hieß es habe ich immer gewusst.

00:33:33: Ah ja okay aber du bist sicher schuld?

00:33:36: Keine Wunder, dass du vertreibst alle Männer keine Ahnung...

00:33:40: Ne das hab' ich nicht gehört.

00:33:43: Oder ich habs überhört, aber ich hab's nicht wahrgenommen.

00:33:45: Wie ist sie mit dem Freituder des Opaes umgegangen?

00:33:49: Gar nicht!

00:33:50: Meine Eltern gehen beide gar nicht damit um.

00:33:52: Dein Vater auch nicht?

00:33:53: Nein, dass ... Ich hab irgendwann als mein Opa sich das Leben nahm, war natürlich dann auch wie wird er beerdigt?

00:34:02: und meine Eltern haben entschieden, dass er anonym auf irgendeiner Wiese eingebuddelt wird also dieser Nascher.

00:34:10: ich wollte es nicht, ich wollte eine Beendigung ich wollte mich verabschieden.

00:34:15: Nee, gab's nicht Und mein Vater hat nie wieder noch einen Ton darüber geredet.

00:34:21: Dein Vater muss ja wahnsinnig abgespalten von sich sein, ne?

00:34:24: Ja.

00:34:25: Wir hatten mal einen Moment im ... ich glaub vor zwei Jahren... Ich finde immer die Grabstelle meiner Oma nicht, weil der Friedhof so groß ist!

00:34:32: Also bin ich da einmal mit meinem Vater hingegangen, weil er den Weg kennt.

00:34:35: Ach sie

00:34:35: durfte eine Grabstille

00:34:36: haben?!

00:34:37: Ja.

00:34:37: Oma hat eine Grabställe aber Opa ist anonym auf der Duft- Nichtmal neben Oma liegen.

00:34:41: Was war das Argument?

00:34:43: Naja,

00:34:44: pfft.

00:34:44: Hat er nicht anders verdient, na?

00:34:45: Er hat selbst entschieden dass er geht.

00:34:52: Warte, ich muss kurz mit deinen Augen rollen.

00:34:55: Also, das ist wirklich ... Du weißt was ich sagen will.

00:35:00: Aber ich sag's jetzt nicht.

00:35:01: Ja, ich fühl's.

00:35:03: Und da waren wir auf dem Weg zur Oma aufm Friedhof und da hab' ich mal probiert zu sagen du dir is schon klar dass Opa das gemacht hat weil er krank war, weil er depressiv war, Weil er keinen Sinn mehr gesehen hat ohne die Frau mit der er fünfundsechzig Jahre zusammen war.

00:35:22: Das hatte nichts mit dir zu tun und auch nichts mit mir.

00:35:25: Und da hat mein Vater gesagt, doch der wollte mich mitnehmen!

00:35:30: Ich hab vermutlich so geguckt wie du grad... ...und hab dann gefragt was meinst du damit?

00:35:36: Ja, mein Vater ist überzeugt davon dass meine Opa wollte das er ihn findet.

00:35:41: Und mein Vater war zur Zeit schwer herzkrank.. ..und ist davon ausgegangen nach dem Motto Der will das ich ihn finde und mich dann auch mithinleg.

00:35:50: So kann man sich die Welt natürlich auch passend machen ne?

00:35:53: Genau

00:35:54: Verblüffend kreativ.

00:35:56: Muss man auch erst mal draufkommen, ne?

00:36:03: Ja ... Das erinnert mich so sehr an meine eigene Familie.

00:36:09: Diese Argumentations-Bahnen sind, der sich da manchmal auftut.

00:36:15: Wo du wirklich denkst... Also, da wär ich jetzt nicht draufgekommen!

00:36:18: Da wär ich wirklich nicht drauf gekommen.

00:36:21: Ich hätte feste nachdenken müssen aber ...

00:36:24: Solche Momente hab ich mit meiner Mutter auch viele.

00:36:26: Sollte ich dir den letzten Mal erzählen?

00:36:28: Als ich das letzte Mal zu Besuch bei meinen Eltern war, irgendwann letztes Jahr im Sommer habe ich meinen Eltern erzählt, dass ich drüber nachdenke noch mal berufsbegleitend den Master zu machen.

00:36:39: Ich fühle das irgendwie und möchte es nochmal machen.

00:36:42: Und da die erste Reaktion meiner Mutter war, hast du keine anderen Hobbys?

00:36:46: Hab mich schon mit den Augen gerollt!

00:36:49: Und hab gesagt doch aber das geht noch!

00:36:52: Dann haben wir ein paar Tage später telefoniert an dem gewünschten Tag um die gewünschte Uhrzeit und da hat sie gesagt, du ich hab noch mal über deinen Wunsch mit dem Studium nachgedacht.

00:37:01: Ich bin damit nicht

00:37:01: einverstanden.".

00:37:02: Dann habe ich gesagt das tut mir leid für dich aber was magst Du mehr dazu sagen?

00:37:10: Ja nee Sie weiß genau warum ich das mache.

00:37:14: Aha okay erzähl ma ja damit du noch mehr ausreden hast uns nichts zu besuchen und weniger anzurufen.

00:37:22: Und ich gebe zu ich habe dann gelacht Weil ich wirklich, und ich habe auch zu ihr gesagt, wow so viel Fantasie hätte ich dir gar nicht zugesraut.

00:37:30: Und das ist so ein Paradebeispiel dafür wie man es handeln anderer immer ausschließlich auf sich selbst bezieht.

00:37:45: Ich versuche mich dazu jetzt...

00:37:48: Willst du nicht sagen?

00:37:48: Nee, nicht so wie auf dem Retweet.

00:37:53: Aber wow!

00:37:55: Und wie hat sie darauf reagiert?

00:37:56: auf dein Gelechter?

00:37:58: Ich glaube, sie hat aufgelegt.

00:38:01: Na ja gut, du hast ihr natürlich mit einem Schwub selbst die Maske... Ja

00:38:06: aber das ist auch Strategie.

00:38:07: also wie oft meine Mutter in meinem Leben schon Telefongespräche durch Auflegen beendet hat ich kann es nicht mehr zählen.

00:38:14: Naja wann immer ist halt unbequem für sie.

00:38:19: Sie hat ja deinen jetzigen Partner wahrscheinlich auch noch kennengelernt, ne?

00:38:24: Wie hat sie auf den reagiert?

00:38:26: also auf einen gesunden Menschen der in sich ruht.

00:38:30: Das wird ja wahrscheinlich eine Angriff für sie gewesen sein weil sie wusste instinktiv der bringt mich in Gefahr.

00:38:36: das ist ja das was so jemand ausstreit.

00:38:39: wie war es?

00:38:41: ich glaube meine mutter hat über die pandemie eine sozialphobie entwickelt Über die

00:38:45: Pandemie sehr doch vorher auch schon.

00:38:47: Aber

00:38:47: es ist noch ausgeprägt da, also vorher gab's wenigstens mal so ein Schwätzchen mit einem Nachbarn und das gab dann irgendwie alles gar nicht mehr.

00:38:56: Das hat sich für gefühlt verstärkt und ich hatte den Eindruck sie war

00:39:01: verschüchtert?

00:39:02: Ja klar!

00:39:04: Ruhig und sehr freundlich.

00:39:07: Und mein Partner sagt bis heute... Ich weiß wie deine Mutter ist weil du mir das erzählt und ich das im Telefon mitbekomme.

00:39:12: aber mir gegenüber Weil die immer freundlich, nett, hilfsbereit.

00:39:17: Schon fast fürsorglich als wir seinen Sohn auch mal dabei hatten.

00:39:22: Vermutlich hat sie genau das gespürt, dass es überhaupt nicht resoniert mit ihrer eigentlichen Verhaltensweise und sie hat sich gefühlt total zurückgenommen.

00:39:31: Und weiß warum?

00:39:34: Weil er das Spiel nicht mitspielt.

00:39:36: Ja vermutlich ist genau das

00:39:40: Und das ist das, was ich immer meine.

00:39:42: Wenn ihr euch verändert, verändert sich das ganze System.

00:39:45: Weil es muss nachrücken auf die eine oder andere Art und Weise.

00:39:48: Und wenn jemand von vornherein sagt ... Das ist ein bisschen wie bei Hunden.

00:39:52: Ja?

00:39:53: Wenn sie sich treffen, wissen die ja relativ zügig.

00:39:57: So verhalte ich mich!

00:39:58: Und wenn ich mich anders verhalse, gibt's halt Ratzengeballer, wie man in Berlin sagt.

00:40:03: Und das is beim Menschen aber auch so.

00:40:06: Wenn jemand dieses Spiel nicht mit spielt, bleibt den ja gar keine andere Wahl.

00:40:10: Als zu sagen alles klar, hiermit unterwerfe ich mich.

00:40:17: Sobald du der neurose Resonanzraum gibst, breitet die sich natürlich aus.

00:40:23: Darum goldenes Sprichwort gibt der Neurose keinen Resonanzraum.

00:40:27: Das ist einfach ...

00:40:28: Ich merke mir das!

00:40:30: Ich hab tatsächlich über die letzten

00:40:31: Worte selbst auch nicht mal geantwortet.

00:40:34: Wofür

00:40:34: auch?

00:40:35: Also es gibt ja wirklich viele Geschichten von absolut grotesken Eltern-Faltensweisen, wo du wirklich denkst das ist wie in einem Karton.

00:40:50: Das ist so überspitzt und muss denen aufreihen.

00:40:55: Aber die können dann auch nicht anders.

00:40:59: Wie kam es zu der Abspaltung?

00:41:05: Die Abspaltung ist, ich hab's ja schon gesagt nach dem Retreat und du erinnerst dich vielleicht auch nicht.

00:41:10: Ich selbst habe meine Geschichte gar nicht geteilt sondern eine andere Frau und ich hab immer gedacht, kenne ich Haken dran.

00:41:16: Ist meine Geschichte die die Frau da erzählt?

00:41:19: Und sie hat auch gesagt so naja meine Mutter sei es nicht so schlimm.

00:41:21: aber wenn das macht dann ist ja mein Vater auch mit weg Und meine Freundin stupste mich schon immer so von rechts an, nach dem Motto hier.

00:41:28: Hör zu!

00:41:29: Das ist deine Geschichte.

00:41:30: und da hast du ein paar Fragen gestellt.

00:41:32: Dein Vater sich hinter dich gestellt.

00:41:34: hat er was dagegen getan?

00:41:37: und ich habe natürlich für mich immer beantworteten nie.

00:41:41: Also das einzige was mein Vater immer getan hat war hinter meiner Mutter zu stehen im wahrsten Sinne des Wortes.

00:41:47: und da war so einen Klickmoment wo ich dachte ja okay ich brauche nicht festhalten an etwas was nicht da ist und dann habe ich noch so zwei, drei, vier Wochen gebraucht mir eine Strategie zu überlegen wie ich eigentlich in diesen Kontaktabbruch komme ohne einfach nicht mehr anzurufen.

00:42:05: Und dann hab' ich mich um die Umsetzung gegangen.

00:42:08: Am ersten überlegt ob ich einen Streit vom Zaun brech ist ja ein leichtes mit meiner Mutter

00:42:13: So einen großen und den dann aufbauschen bis es nicht zu sagen, Potsplitze ich will nie wieder etwas

00:42:18: großer Gehen

00:42:19: rausmarschieren.

00:42:21: Und hab dann aber gedacht, ich bin ja auch nicht mehr vierzehn und wollte gerne ein Gespräch mit meinen Eltern schön.

00:42:27: Ich habe so angerufen und gesagt, ich würde gern mal vorbeikommen.

00:42:30: also wir haben erst über was anderes geredet und dann war so'n...ich glaube ist das gut die wird mal vorbei kommen.

00:42:36: Ich möchte mal was los werden.

00:42:37: Auch gesagt ich habe so bedürfnisse Gefühle Gedanken, die ich unbedingt mal besprechen will.

00:42:42: Und da hat sie nicht mit Abwehr reagiert?

00:42:44: Doch.

00:42:45: Sie hat dann nämlich gesagt, gar keinen Fall!

00:42:49: Über so was rede ich mit dir nicht.

00:42:51: Ohne dass du gesagt hast, worüber du redest?

00:42:53: Genau das war sehr interessant.

00:42:54: und dann waren noch so'n... Ich hab genug unter dir gelitten.

00:42:58: Sie hatte unter dir gelitten?

00:42:59: Ja

00:42:59: ja, sie hatte unter mir geliten.

00:43:03: Okay.

00:43:04: Ich habe das nicht hinterfragt.

00:43:05: Ich hab nur gesagt okay an der Stelle wenn es dann gibt's dieses Gespräch nicht.

00:43:10: Das hat witzigerweise meine Mutter auch gesagt.

00:43:12: Dass

00:43:13: sie unter dir gelitten hat?

00:43:13: Ja, also dass ich ihr Leben versauere durch meine bloße Existenz.

00:43:19: Guck mal da haben wir ja erst die Sachen mit den Namen jetzt...

00:43:21: Als Erwachsene!

00:43:25: Okay.

00:43:26: und dann habe ich sehr gesagt okay das akzeptiere ich kann und will dich ja auch nicht zu so einem Gespräch zwingen und an der Stelle würde ich mich gern verabschieden.

00:43:33: Und dann sagte sie wie hier geht es denn jetzt weiter?

00:43:36: und hab mich gesagt na gar nicht

00:43:39: Am

00:43:39: Telefon.

00:43:40: Weil ich durfte ja nicht

00:43:41: das

00:43:42: Gespräch

00:43:43: zusammengebunden haben.

00:43:46: Genau, und auch schon?

00:43:48: Und dann ... Ich weiß gar nicht, wer dann aufgelegt hat zuerst.

00:43:51: Das weiß ich gar nicht mehr.

00:43:52: Ich war da super aufgeregt.

00:43:53: Ich hab ganz toll geschwitzt und so.

00:43:56: Dann war erst mal Ruhe.

00:43:59: Und dann habe ich noch ganz doll heulend meine Schwester angerufen.

00:44:03: Aber nicht weil ich traurig war sondern weil einfach in mir so viel Lust ge- laufen ist an...

00:44:10: Gott, ich hab das jetzt

00:44:10: echt gemacht.

00:44:12: So nicht so wie ich es wollte aber gemacht habe mich ja trotzdem.

00:44:17: Ja und seitdem ist mehr oder weniger Ruhe.

00:44:19: Ich kriege ab und zu mal eine komische WhatsApp die ich dann einfach nicht beantworte.

00:44:26: Was hättest du anders gemacht wenn du im Gespräch also wenn du vor Ort gewesen wärst?

00:44:31: Ich hätte meinen Eltern gern einmal ganz klar gesagt wie's mir als Kind und Jugendliche ging.

00:44:37: Ich weiß, dass das unglaublich schwer für sie gewesen wäre.

00:44:39: Aber es wär mir egal gewesen ... Dass die schlechte Eltern

00:44:42: waren

00:44:43: und dass sie ganz viel falsch gemacht haben.

00:44:47: Und ich hätt auch gern noch mal losgelassen, dass ohne meine Großeltern ... ich vermutlich irgendwie mindestens emotional vor die Hunde gegangen wäre.

00:44:55: Weil mein Vater nicht gut über seine Eltern spricht?

00:44:58: Das ist schwer für mich!

00:44:59: Der ist ja völlig indoctriniert.

00:45:01: Total!

00:45:02: Aber das merke ich immer.

00:45:07: Lieblosem Vater spricht.

00:45:08: Mein Opa war ein kleiner Stiegel, aber der war nicht lieblos.

00:45:12: Ja es springt ja manchmal auch eine Generation.

00:45:15: Eltern die beschissen zu ihren Kindern waren sind plötzlich großartig zu ihren Enkeln.

00:45:20: Vielleicht war's auch das?

00:45:21: Ich verstehe es immer nicht.

00:45:23: Aber mein Partner sagt auch immer wie großartigt sein Opa ist von der Generation nach vorne andere.

00:45:37: Wie hast du dich gefühlt, als du das realisiert hast, dass es vorbei ist?

00:45:42: Frei.

00:45:43: Das ist auch die Antwort, die ich heute gebe auf... Mein Schwester fragt immer geht's dir damit jetzt wirklich gut?

00:45:50: und ich sage immer ja ganz ehrliches nicht mehr anrufen zu müssen?

00:45:56: Ich habe ja nur angerufen weil es erwartet wurde nicht Weil ich gerne hören wollte wie ist es da gerade

00:46:03: Dienstag zum Elf.

00:46:03: Dienstags um elf oder meinetwegen, dann ist das um sechzehn Uhr!

00:46:07: Ich habe irgendwann gemerkt... ...dass ich schäme mich ein bisschen dafür aber ich liebe meine Eltern nicht.

00:46:13: Ja und das ist doch okay?

00:46:16: Das ist total okay, aber es ist immer noch dass ich immer so denke eigentlich sagt man das ja nicht und eigentlich darf man das nicht fühlen.. ..ich weiß aber kognitiv, dass das total in Ordnung ist.

00:46:26: Ich wurde ja auch nicht geliebt.

00:46:27: wie soll ich dann zurücklieben?

00:46:34: Das ist so ein Irrglaube, das in einer Eltern-Kindbeziehung automatisch Liebe ist.

00:46:42: Es ist nicht...

00:46:43: Schade!

00:46:44: Super schade.

00:46:45: Darum sollten wirklich ... Also jeder sollte wenn er kann genau darüber nachdenken ob Kinder das Richtige sind für das Lebenskonzept oder nicht?

00:46:57: Deswegen habe ich keine.

00:46:59: Ja wobei Ja, ich kenne dich ja jetzt.

00:47:03: Du wirst in der Lage sehr viel Liebe zu geben.

00:47:05: Aber ich verstehe total was du meinst weil es auch einfach eine wahnsinnige Herausforderung ist.

00:47:12: Es ist ein Kampf gegen die Erkenntnis wie man selbst behandelt wurde.

00:47:18: Das ist das was am meisten schmerzt finde ich plötzlich am eigenen Leib zu sehen Wie schäbig man behandelt worden ist und lieblos und nachlässig Gleichzeitig wie unglaublich tapfer du auch warst.

00:47:32: Wie

00:47:33: durchgehalten, ja?

00:47:34: Ja und... ...auch so...wie sagt man...so motiviert Selbstbewusst, obwohl du es gar nicht hättest sein können.

00:47:51: Aber du hast einen wahnsinnigen Weg gemacht und der übrigens tausendmal größer ist als das was deine Mutter jemals in ihrer mikro-kleinen Scheissexistenz hinbekommen wird.

00:48:06: Und ich hoffe dass du jeden Morgen aufwachst in den Spiegel guckst und sagst, Susi bist eine geile Sau!

00:48:15: Ich bemühe mich, es öfter einzubauen.

00:48:17: Wir haben das auf dem Retreat geübt.

00:48:20: Oder beziehungsweise positive Selbstbeschreibung.

00:48:24: Weil ich finde, du geile Sau ist einfach ... Kann man so schön sagen?

00:48:28: Es hat so viel Energie.

00:48:32: Und wir haben Schweine und viel zu schwache Lobby.

00:48:35: Ich bin pro Schwein.

00:48:36: Sind

00:48:36: die auch konzentriertlich!

00:48:37: Ja.

00:48:38: Und es ist doch Wahnsinn in Wahrheit.

00:48:44: Gibt deiner Schwester ihren Enkel, Enkelinn zu den Eltern?

00:48:50: Die ist mittlerweile sechzehn.

00:48:51: Also die lässt sich nirgendwo hin geben.

00:48:53: und tatsächlich als die klein war haben meine Eltern einen Teil der Betreuungsarbeit mit übernommen

00:48:58: Aber vernünftig oder so wie sie es früher gewohnt waren.

00:49:03: Ich glaube wie sie's gewohnd waren War ja nicht dabei.

00:49:10: aber ich halte es für ausgeschlossen In der Interaktion die zwischen meinen Eltern und ihrem Enkelkind erlebt habe Dass das wirklich anders war.

00:49:18: Das war genauso.

00:49:22: Hm.

00:49:23: Hast du mit der Enkelin mal gesprochen darüber?

00:49:26: Ja, in Teilen.

00:49:28: sie sagt die kann sich nicht erinnern.

00:49:30: Es ist ja jetzt schon nicht mal so ein gutes Zeichen.

00:49:33: Genau.

00:49:34: Im Übrigen meine Schwester auch sehr oft, dass ich immer sage, das weiß ich gar nicht mehr.

00:49:37: Naja gut, Verdringung ist dein Freund.

00:49:39: Ist ihre Strategie?

00:49:40: ne?

00:49:40: Ja.

00:49:43: Das ist ja die Aufgabe des schwarzen Schafes Licht ins Dunkel zu bringen.

00:49:48: Aber ich finde es liebt sich auch ganz ungeniert.

00:49:50: Ja, ich

00:49:52: hab ein großes Herz für die schwarzen Schafe.

00:49:58: Äh ... Ich kann mir vorstellen, dass bei vielen, die das hören auch so Geschichten hoch ploppen, Dinge, die man so abtut als Naja-so ist sie halt.

00:50:09: Aber wenn man sie von außen betrachtet absoluter Wahnsinn sind!

00:50:13: Absoluter Wahnsinn.

00:50:15: und was mich wirklich kiebig macht, es diese Fähigkeit von so sagen wir emotional unbegabten Eltern, die Verantwortung für das eigene Verhalten auf die Kinder abzuwälzen.

00:50:30: Das finde ich immer so krass!

00:50:32: Also wie unerwachsend kannst du sein in der eigenen Wahrnehmung dass du sagst... Die Kleinen, die ja noch gar keine Lebenserfahrungen haben, die sind schuld daran, dass die Dinge so und so laufen?

00:50:46: Dass in sich ist ja schon irrsinnig

00:50:48: absolut.

00:50:53: Wie hat dein Freund oder deiner Partner auf deine Entscheidung reagiert?

00:50:59: Ich glaube, in ihm hats geklatscht.

00:51:02: Und außen ist er ein... ich bin froh dass du die Entscheidung getroffen hast wobei er jemand ist der immer sagt egal wofür du dich entscheidest ich bin da aber ich bin froh das du aus dem KOSL ausgestiegen bist.

00:51:15: Ja was war das?

00:51:16: Das waren genau die Worte.

00:51:17: dieses weiß natürlich auch dass es immer mal wieder in so Zügeln lief.

00:51:23: Und jetzt wirklich ein schön, dass du ausgestiegen bist.

00:51:25: Wenn du jetzt noch den Jahrmarkt verlässt und das kann man selten nicht zu sehen, dann ist richtig

00:51:30: toll!

00:51:30: Was hat sich seitdem in deiner Selbstwahrnehmung verändert?

00:51:37: Also auch in der Art wie du Gefühle zulassen kannst... Wie du anerkennst, dass Du einfach eine geile Sau bist.

00:51:46: Als allererstes bin ich in der Depression gerutscht Die vermutlich schon viel länger da

00:51:51: war

00:51:52: Aber gefühlt war dieses Älternthema wie so ein Riesenstein, der vor so einer Höhle liegt.

00:51:57: Und den hab ich dann weggerollt.

00:51:59: und dann war da auf einmal ganz viel Trauerwut, Enttäuschung ... Ich die immer, immer hundred-achtzig Prozent in alles gibt weil es ja klar ist, ich bin ja getrimmt auf Leistungen.

00:52:12: Ja.

00:52:13: Dann ging auf einmal gar nichts mehr.

00:52:15: also von diesem Kontaktabbruch gingen vielleicht noch drei Wochen und dann saß ich mal bei meinem Arzt zu einem Routinetermin Und er fragte mich irgendwas und ich brach so Intrinen aus.

00:52:25: Und konnte irgendwie gar nicht mehr reden... ...und dann war klar, wir haben so einen Moment erreicht wo wir das Nervensystem einmal irgendwie resetten müssen.

00:52:35: Hat er dich unterstützt?

00:52:36: Ja!

00:52:37: Ich fühlte mich sehr unterstützt.

00:52:38: also erst mal war ein okay wir nehmen sie aus dem Job raus die brauchen erstmal Zeit für sich.

00:52:43: jetzt wissen alle Therapeuten Suche in Berlin und auch überall anders ist eine Vollkatastrophe.

00:52:50: aber ich hatte dann Glück.

00:52:51: im Verhältnis zu ganz vielen anderen Menschen habe ich innerhalb von sechs Wochen relativ schnell eine wirklich gute Therapeuten gefunden, bei der ich mich sehr wohl fühle.

00:53:00: Und seitdem ich durch dieses Tal geladet bin das sich unangenehm anfühlte viel mehr Zugang zu mir selbst.

00:53:09: also ich erkenne ganz viele Gefühle.

00:53:12: Ich lasse sie zu ohne gleich mit so einer Handlung gegenzuwirken.

00:53:18: Das finde ich eigentlich.

00:53:18: wenn ich traurig bin dann ess' ich.

00:53:21: Oder wenn ich wütend bin, dann esse ich.

00:53:26: Also irgendeine Übersprungshandlung nehme ich vor!

00:53:30: Und heute bin ich schon viel besser darin zu erkennen was ist das eigentlich und welches Bedürfnis könnte sich dahinter verbergen?

00:53:37: Ich erkenne noch nicht alle Bedürfenisse.

00:53:39: Ja

00:53:39: also es üben wir auch bis zum Erbrechen.

00:53:41: Genau.

00:53:42: aber ich habe schon so Momente gehabt wo ich tatsächlich dachte... Was will ich jetzt eigentlich?

00:53:49: warum bin ich jetzt ja eigentlich gerade traurig?

00:53:52: Und dann zugelassen habe ich, weil ich ein trauriges Kind war.

00:53:55: Und gerade ist die Siebenjährige, die hier sitzt und gerade traurig ist... ...und dann lasst sie doch einfach

00:54:00: mal heulen!

00:54:02: Bein ist eh was das mir sehr schwerfällt, sich auch nicht gerne zulass.

00:54:06: Aber das übe ich grade, das mehr zuzulassen.

00:54:10: Aber viel mehr Zugang zu mir selbst, auch wenn es schmerzhaft ist an manchen Stellen Das ist auf jeden Fall passiert.

00:54:19: Na ja, es wird wahrscheinlich vor allem deshalb schmerzhaft sein.

00:54:21: Weil du noch verstehst wie unfair das Ganze war und weil das was du daraus gemacht hast ist natürlich brillant in deinem Leben.

00:54:34: Stell dir das mal vor.

00:54:36: Du fliegst mit sechzehn raus.

00:54:37: plötzlich ist also was für eine Perversion

00:54:41: Schluss

00:54:42: ausgetauscht.

00:54:44: Die Idee muss man auch kommen finde

00:54:48: ich.

00:54:50: Und ja, dann sogar ... Hast du den Masterstudiengang gemacht?

00:54:54: Dadurch dass er sich die Depression angekündigt hat, hab ich das erst mal nach hinten gelegt.

00:54:59: Ich würd aber nicht ausschließen, dass es noch passiert.

00:55:01: Ja, warum nicht?

00:55:03: Wenn nicht, dann nicht!

00:55:04: Aber erst mal würde ich sagen, es ist noch nicht ganz weg.

00:55:07: Nur für den Moment braucht was anderes Aufmerksamkeit.

00:55:09: Ja.

00:55:13: Kannst du Dienstag elf Uhr, kannst du das schmerzfrei irgendwie überstehen oder gibt es immer noch so ein ...

00:55:22: Nee, mittlerweile krieg ich das nicht mehr mit.

00:55:25: Und das ist sehr schnell gegangen!

00:55:28: Ich hab tatsächlich die letzte Zeit mich dann auch schon aufgeliehen und an anderen Tagen angerufen ... zu anderen Uhrzeiten angerufen habe aber auch immer noch so eine Uhrzeit?

00:55:37: Ja.

00:55:38: Siebzehn Uhr drei.

00:55:40: Wie wurden denn da eigentlich die Gespräche geführt?

00:55:42: Also worüber habt ihr geredet?

00:55:44: Weil man kann ja nichts Substanzielles besprechen.

00:55:46: Genau also es war extrem oberflächlich Wetter.

00:55:51: War das ein großes Thema?

00:55:53: Ja, schon wieder reden.

00:55:56: Meine Mutter, die einen Zahnarzttermin hatte... Mein Vater, der einen Frisör-Termin hatte.

00:56:02: Hier findet ja nicht statt da im Leben, dass sie Dienstag um sieben beim Lidl einkaufen waren.

00:56:08: Und

00:56:08: morgens?

00:56:09: Ja natürlich!

00:56:10: Weil da trifft man wenig Menschen.

00:56:12: Ah okay und er macht das alles mit?

00:56:15: Natürlich

00:56:15: macht er was man ihm sagt.

00:56:16: Ja.

00:56:17: Sehr lustig hab irgendwann meinen Vater mal, da war ich zu Besuch und ich habe kein Auto mehr, bin also mit dem Zug gefahren, hab meinem Vater eine WhatsApp geschrieben.

00:56:24: so kannst du mich dann und dann am Bahnhof abholen.

00:56:27: Antwort weiß ich nicht.

00:56:28: frag deine Mutter ob er ins Auto steigen um mich abholten kann.

00:56:33: Wie

00:56:33: traurig!

00:56:34: Bist du abgehüllt worden?

00:56:35: Ja okay.

00:56:37: Also

00:56:37: das hat sich glauben.

00:56:37: ne?

00:56:38: Er durfte.

00:56:45: Gibt es den Chef noch im Leben deiner Mutter?

00:56:48: Ich glaube nicht Aber mein Vater ist immer noch regelmäßig in der Firma, die er führt.

00:56:57: Ja?

00:56:58: Gut, jeder hat so seine...

00:57:00: Ja vielleicht können sie sich austauschen, wer weiß das schon?

00:57:03: In mir ist auch ein bisschen galgen Humor was das angeht.

00:57:06: Völlig!

00:57:07: Das ist eine bezaubernd bizarrere Geschichte, die du erzählt hast.

00:57:12: Ich bin froh dass du den Absprung geschafft hast.

00:57:16: Weil stell dir vor, du würdest bis zum Ende derer Tage immer Dienstagsmails anrufen und dich jedes Mal schrecklich fühlen.

00:57:24: Mindestens zwei Tage vorher einen Tag währenddessen Und ja alles nur zu dem Zwecke ihr Ego zu befriedigen.

00:57:36: Schlimme Vorstellung Ja.

00:57:38: Was steht an als nächstes außer dass deine Schwester irgendwann ums Eck kommen wird und sagen Gott ich beneide dich das du es geschafft hast?

00:57:48: Ich glaube, dass ich noch mehr zu mir selbst finden werde.

00:57:52: Also nicht nur will, sondern ich sehe ja die Schritte, die ich gehe.

00:57:56: Ich sehe auch den Licht am Ende des Tunnels der Depressionen.

00:57:59: Also ich habe deutlich Vortritte gemacht was das angeht und ich hab ganz viel gelernt über ... Die Liebe zu mir Selbst, was ich verdient habe Das will ich auf gar keinen Fall verlieren, komme etwas wolle da bei mir selbst zu bleiben dass nicht immer hundertfünfzig Prozent sein müssen, sondern ich werde jetzt mal versuchen mit achtzig durchs Leben zu gehen.

00:58:20: Ja möglicherweise ist das ganz entspannt.

00:58:23: Ich stelle mir das ganz cool vor und ich bin gespannt wie mir das gelingen wird.

00:58:28: aber das ist auf jeden Fall erstmal so.

00:58:30: der Fokus auf mich.

00:58:32: ja ich bin sehr stolz auf dich

00:58:35: vielen dank.

00:58:35: ich auch

00:58:38: danke dass du hier warst.

00:58:39: vielen Dank dass ich da sein durfte.

00:58:41: Das war Paula lieben Lern und wenn ihr auch mal dabei sein wollt, dann schreibt mir eine Nachricht auf Instagram.

00:58:47: Noch besser aber füllt das Formular aus auf meiner Homepage.

00:58:50: unter oben steht Podcast Und dann hoffe ich dass wir uns bald hier sehen.

00:58:56: vielen Dank.

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