381 - Perfektion und Dasein
Shownotes
Edda ist getrieben von dem Drang, perfekt zu sein. Von wem? Vor allem von sich selbst. Das hat inzwischen zu drei Burnouts geführt und auch in ihrer Beziehung steht sie vor der Frage: „Warum muss ich eigentlich die ganze Beziehungsarbeit alleine machen?“ Muss sie das wirklich? Viel Freude beim Hören!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Paula Liebenlern.
00:00:02: Mein heutiger Gast ist Edda und es geht um Perfektionswahn und die Angst vor der Konsequenz, ganz viel Spaß beim hören!
00:00:19: Herzlich Willkommen liebe Edda.
00:00:20: Hallo Ich hab, das hat mir auch noch nie ... Du hast ein Zettel mitgebracht.
00:00:26: Ein Spickzettel für mich, damit ich weiß, mit wem ich's zu tun habe.
00:00:30: Genau!
00:00:31: Und wenn ich das kurz sagen darf, du hast aufgeschrieben Vorbereitung-Doppelpunkt dann mein Problem, Doppelpunt und eine Liste und dann Ursprungdoppelpunkt.
00:00:40: Und dann Ängste-Doppelpunkt auch so?
00:00:43: Ich glaube, das war es ja.
00:00:44: Wollts als One-Pater, ja.
00:00:45: Ja, sehr gut.
00:00:46: Okay.
00:00:46: Ich
00:00:47: bin immer nicht vorbereitet.
00:00:48: Ja.
00:00:50: Offensichtlich.
00:00:51: Alles klar, ja dann.
00:00:52: Ich würde trotzdem vorschlagen einfach der Lockerheit wegen dass du vielleicht den Zettel zur Seite legst und dich nicht so ganz daran festhältst sondern einfach fließen lässt.
00:01:04: Ja
00:01:04: ich versuch's.
00:01:05: Okay gut Also Du Hast mir, das lese ich jetzt in der Tat ab.
00:01:16: Vor zweieinhalb Jahren ist er erst mal geschrieben.
00:01:17: Ich weiß nur ... dass wir uns viel geschrieben haben und du hast mir auch ... Du warst offensichtlich bei der Tour.
00:01:26: Und hast darum, als ich dir eine WhatsApp geschrieben hab, sah ich, dass wir da auch schon geschrieben haben.
00:01:32: also...
00:01:33: Genau!
00:01:33: Du wolltest damals, dass man da so Fragen einreicht?
00:01:35: Ja ja
00:01:35: genau.
00:01:36: Dann hatte ich halt eine eingereicht.
00:01:39: Bist du mit dem Mann noch zusammen?
00:01:41: Ja, okay.
00:01:42: Also erst mal danke, dass ich hier sein darf!
00:01:44: Ich freue mich sehr, dass das geklappt hat.
00:01:47: in die Hauptthemen... Ich habe es versucht für mich auch nochmal zu reflektieren.
00:01:50: Das Haupt Thema ist, ich übernehme immer und irgendwie gefühlt auch fast in allen Lebensbereichen zu viel Verantwortung?
00:01:58: Du meinst zum Beispiel bei einer Podcastaufnahme kommen und mich ausstatten mit dem was ich wirklicherweise fragen wollen.
00:02:08: Ich bereite gerne vor, das ist aber so eins wie man es gerne selber hätte oder ich bin auch sehr dienstleistungs- und serviceorientiert.
00:02:17: deswegen das ist glaube ich da der punkt.
00:02:20: also sei das in Beziehungen wo es mich dann auch Stört, weil man ja mittlerweile als Frau gelernt hat, dass es Fifty-Fifty sollte normal sein und nicht Ninzigzehn oder so.
00:02:31: Und aber eben auch vor allem im Job.
00:02:33: Und das hat dazu geführt ich bin jetzt Mitte Ende dreißig, dass sich fast das dritte Mal im Burnout war.
00:02:39: Das ist sicherlich nicht nur eine Geschichte die aus dem Job resultiert, sondern auch immer aus viel Gesundheitsthemen, chronischer Erkrankungen usw.. und auch aus dem Privatleben.
00:02:50: Also eine Kombi aus allem, deswegen will ich das gar nicht nur auf den Job schieben aber ich mache mich zu oft tot und würde gerne mal ein bisschen mein Nervensystem dahin bringen dass ich nicht das Bedürfnis habe das machen zu müssen, mich da besser abgrenzen zu können und mich ärgert dass sich das alles weiß weil mich seit fünfzehn Jahren mit Psychologie beschäftige und sehr viel an mir gearbeitet hab.
00:03:14: Auch viele in Therapie war, Familienaufstellung hatte usw.
00:03:19: Aber ich komm da im Fühl noch nicht so richtig an.
00:03:21: also ich bin immer viel im Kopf Ich weiß das aber ich bin auch nicht da wo ich gerne sein wollte und dass ärgert mich immer ein bisschen
00:03:30: Und dann machst du dir natürlich an der Stelle auch schon wieder Druck Der Sache nicht dienlich ist.
00:03:36: auf einer Skala von eins bis zehn wie Perfektionistisch bist du?
00:03:45: Ja, okay.
00:03:47: Also es gibt eine Sache die sehr viele Menschen mit Burnout – ich würde nicht sagen alle weil es bestimmt noch andere – gemein haben und das ist dieser Drang nach Perfekcionismus.
00:03:58: Und der ist natürlich katastrophal!
00:04:01: Weil A. Die Welt steht nicht still bloß weil irgendein Fehler passiert und geht auch nicht kaputt von politischen Fehlern mal abgesehen.
00:04:11: Aber ... Und es macht den Wert an das Menschen ja auch nicht aus, ne?
00:04:20: Wobei wir jetzt auch keine gute Fehlerkultur haben in der Gesellschaft, muss man vielleicht ehrlicherweise dazu sagen.
00:04:26: Auch im beruflichen Kontext hab ich nicht das Gefühl, dass jemand sagt, ihr hast's nicht so schlimm, sondern eher so ...
00:04:32: Ja und ich glaube, das ist eine sehr deutsche Eigenschaft Und ich würde gerne das auch insofern ein bisschen ändern, als dass diese Fehlerkultur natürlich zu oder die Akzeptanz des menschlichen Markles überhaupt.
00:04:48: Auch dazu führt, dass wir viel besser und vor allem auch viel intensiver und emotional verbundener miteinander umgehen können sowohl im privaten als auch im beruflichen.
00:05:00: Darum finde ich es immer wichtig wenn da Vorgesetzte egal welchen Geschlechts zuhören, dass ihr versteht.
00:05:07: Ihr habt es mit Menschen zu tun und je mehr man auch Mitarbeitende dazu ermutigt genau wie Partner oder Partnerinnen dazu ermutigt zu sagen was Phase ist und wo was hakt umso besser das Ergebnis.
00:05:25: Konstruktiv und so weiter.
00:05:27: Ja, aber auch ... Also je mehr du dich traust, Mensch zu sein umso fähiger bist du auch eine intime Bindung einzugehen.
00:05:35: Egal in welchem Umfeld.
00:05:38: Ich würde dich gerne rausreißen aus diesem ganzen Strukturellen.
00:05:43: Und am Anfang beginnen.
00:05:48: Wie ich groß geworden bin?
00:05:49: In
00:05:49: welche Familie bist du geboren worden?
00:05:54: Also ich bin mit einer älteren Schwester, sie ist sechs Jahre älte als ich groß geworden.
00:05:59: Meine Eltern sind nach wie vor zusammen und ich glaube also man versucht immer so ein bisschen für sich selber oder ich versuche für mich selber zu reflektieren Kindheit Jugend vielleicht wo hat es angefangen oder wie auch immer Bei mir kam dazu, dass ich dann mit dreizehn meine chronische Erkrankung auch dazubekommen hab.
00:06:18: Magst du sagen was es ist?
00:06:20: Würde ich jetzt ehrlich gesagt eher noch mal rauslassen.
00:06:25: Oder kannst du wenigstens zur Orientierung sagen wo wie die sich abspielt also wo was für eine Einschränkung
00:06:33: führt?
00:06:34: Es geht um Ernährungen und
00:06:35: so weiter.
00:06:37: Und
00:06:39: meine Mutter hat glaube ich dort da noch mal ein bisschen mehr so einen Kontrollzwang entwickelt.
00:06:44: Weil natürlich ist das herausfordernd, auch dann ein Kind zu haben was krank ist und irgendwie das zu versuchen neben den Sachen die man sonst zu erledigen hat das hinzubekommen.
00:07:02: auf der anderen Seite war es dann auch sehr einschränken, weil dazu noch so eine Figur-Thematik immer kam.
00:07:09: Also das war ein großes Thema.
00:07:10: insgesamt kann ich für mein Leben sehen.
00:07:13: Figur aussehen war immer sehr wichtig und Leistung war sehr wichtig.
00:07:17: also diese beiden Themen sind die großen Druckthemen, die mich nach wie vor beschäftigen Und da war immer viel mit Kontrolle und alles richtig machen Auch wenn sie dasselbe gar nicht so sieht.
00:07:32: aber Die Familie, also meinen Schwester und mein Vater und ich haben immer sehr versucht nichts falsch zu machen.
00:07:39: Damit sie einfach in guter Stimmung ist.
00:07:43: Und ich glaube dass das dazu geführt hat... ...dass ich unter so einem kleinen Daueralarm Modus bin.
00:07:54: Ich war auch schon wegen der Burnout-Geschichte in Reha & Co.. ..und dann haben die auch mal meinen Cortisolspiegel, also Stresshormonen getestet und der Wert wäre normal zwischen vierundsechzehn.
00:08:06: Und ich war so bei sechsundzwanzig oder so, also es ist einfach immer sehr viel los und ich habe immer das Gefühl Sachen regeln zu müssen.
00:08:15: da ist auch eine Dynamik bei meiner Schwester und mir dass ich dann eher diejenige bin die Sachen erledigt und da auch Verantwortung übernimmt.
00:08:24: Ich denke auch oft im jetzigen Leben wenn mir das liegt ist das ja auch okay Weil eigentlich sollte jeder so ein bisschen skillbasiert, dass übernehmen was er gut kann.
00:08:33: Aber wenn da dann wenig Ausgleich von der anderen Seite kommt, liegt halt neunzig Prozent bei mir und das ist wieder das, was zu viel ist.
00:08:42: Was müsstest du denn da übernehmen?
00:08:45: Im beruflichen oder im privaten?
00:08:47: Deine
00:08:47: Schwester betreffend!
00:08:48: Achso, da hab ich nur so'n Beispiel... Da waren wir mal zusammen im Urlaub.
00:08:55: Irgendwas hat nicht funktioniert und wir hatten ein Tisch reserviert.
00:08:58: Wir wollten dort rechtzeitig ankommen, aber waren plötzlich in der Stadt woanders als wir es geplant haben.
00:09:02: Und zwar nicht so ganz klar, wie kommen wir zu diesem Restaurant?
00:09:06: Mein Papa und ich, die uns halt auch oft ähneln, haben direkt versucht rauszusuchen mit den Öffis in der fremden Stadt.
00:09:13: Wie kommen wir dorthin?
00:09:14: Meine Schwester und meine Mutter haben sich in die Bushaltestelle gesetzt und haben uns quasi machen lassen.
00:09:20: Sie hat auch schon zu mir gesagt ... Wenn du immer alles machst, dann hab ich ja auch gar keinen Bedürfnis, das zu übernehmen.
00:09:27: Das stimmt!
00:09:29: Aber man kann halt auch nicht fünf Stunden warten bis man anfängt etwas zu machen.
00:09:33: Warum nicht?
00:09:35: Also dann werden wir jetzt so spät zum Restaurant gekommen und hätten den Tisch aufgeben müssen... So ...
00:09:41: Ja wäre deine Schwester jünger oder deine Eltern jüngere oder wer auch immer da betroffen ist.
00:09:49: Wäre das was man mit Kindern eigentlich in der Erziehung macht, was ich auch voll versammelt hab teilweise.
00:09:56: Nämlich die Konsequenz erkennbar machen, ne?
00:09:59: Also die Kosequenz des Handelns und der Mensch ist ja ein sehr anpassungsfähiges Wesen und die reagieren dann schon.
00:10:10: Also wenn man für jemanden auch in Beziehungen ... Da ist es ja auch ganz häufig so, dass Frauen die Verantwortung dann eben Gestaltung oder was weiß ich, dann liegt er in Heteropeziehung.
00:10:23: Der Mann dann die Füßchen hoch und sagt, regel das.
00:10:30: Warte mal jetzt habe ich den Faden vergessen weil ich gerade bei den Füßen hoch war und ganz komischer Gedanken gingen.
00:10:38: Ich musste an die Füsse im Feuer denken.
00:10:40: An dieses Gedicht wo ich das einzige Mal in Deutschland Sex hatte.
00:10:44: Weil eine Interpretation... Das ging irgendwie um Hugenottenverfolgung, keine Ahnung.
00:10:52: Also wenn man egal wen immer aus der Verantwortung nimmt in dem man ... ist der Person, um die Konsequenzen zu vermeiden.
00:11:00: Auch für einen selber.
00:11:02: Recht macht, organisiert, regelt wie auch immer.
00:11:05: Lässt man die in einer Position wo sie es nicht müssen?
00:11:08: Dann verlernt sich's entweder oder haben keinen Bock oder was auch immer.
00:11:12: Grundsätzlich muss man aber die Leute In jeder Hinsicht Konseqenzen spüren lassen wenn man sich wünscht dass sich irgendwas entwickelt.
00:11:21: Total das übe ich auch.
00:11:23: ja das
00:11:23: Problem is wenn das, ich sag jetzt mal, dass potenziell negative Resultat mit mir am Ende nichts zu tun hat.
00:11:31: Ist mir das auch gleich?
00:11:32: Dann okay... Bist du
00:11:33: wirklich...?
00:11:34: Ja!
00:11:35: Aber meistens betrifft es mich.
00:11:36: also in der Partnerschaft ist es dann so, wenn ich sage ja, ich würde halt gerne wieder mehr unternehmen oder diesen Urlaub planen und ich überlasse's dann der anderen Person, dann wird halt am Ende nicht draußen.
00:11:49: Das wird nicht der Urlaub den ich mir eigentlich gewünscht habe.
00:11:51: zum Beispiel.
00:11:52: Oder du würdest sagen, pass auf.
00:11:55: Ich würde mich sehr freuen, ich würde mich gesehen und gehört fühlen wenn du das übernehmen würdest.
00:12:01: Ich weiß aber dass du Schwierigkeiten damit hast.
00:12:05: Ich wünsche mir einen Planungsergebnis bis XY.
00:12:10: Wenn das nicht passiert, plane ich den Urlaub für mich
00:12:14: Hab ich auch schon mal gemacht.
00:12:15: Und mit dem Ergebnis, dass du alleine gefahren bist?
00:12:18: Nee,
00:12:18: dann ist die Aussage ... Ich möchte ja mit dir den Urlaub machen und dann ist es immer so.
00:12:23: Diese Deadlines hab ich auch versucht, weil wenn man einen Prokrastinierer hat, und ich bin eher der Präh-Krastinirers, ich mach eher Sachen sofort und mein Partner ein bisschen später, dann kommt wieder was dazwischen und ich hab Verständnis und ich will nicht, dass alles super schnell gemacht wird.
00:12:39: Aber ich bin halt auch jemandem Machertyp.
00:12:42: Ich möchte halt auch das Sachen irgendwie mal erledigt werden, wenn es muss ja nicht sich ewig zieht.
00:12:47: Nee, das stimmt!
00:12:48: Aber viel zu häufig stichwort Burnout glauben wir dann dass die Dinge richtig schlimm katastrophal und doof und überhaupt nicht werden wenn's nicht sofort erledig wird.
00:13:01: bei den meisten sachen passiert gar nichts Schlimmes Wenn es nicht sofort Erledigt wird.
00:13:06: also da ist es durchaus okay.
00:13:08: diese Dringlichkeit in dir Der Hohekortisol-Spiegel, fight or flight was immer bei dir in Action ist.
00:13:16: Sorgt natürlich auch dafür dass du eher dazu neigst emotional auszubrennen weil die Erwartungshaltung anders sofort so hoch ist das dein Umfeld das nicht leisten kann und dann gerätst du in Panik weil die Dinge So erledigt werden, natürlich.
00:13:37: Ich bin große Prokrastiniererin.
00:13:39: Gleichzeitig wichtige Dinge erledige ich sofort.
00:13:43: Da bin ich wahnsinnig schnell.
00:13:45: Weil ich weiß besser ist es.
00:13:48: Genau!
00:13:49: Aber dieser Kenntnis ist nicht mehr jedem Fall.
00:13:53: Noch ein anderer Gedanke gerade bei dem Urlaubsthema.
00:13:56: Was wäre denn wenn der Urlaub dann anders wird als du es erwartest?
00:14:02: Dass du dich einlässt auf das, was geboten wird.
00:14:05: Das könnte ja für dich auch mal eine neue Erfahrung werden.
00:14:09: Hatten
00:14:10: wir jetzt tatsächlich dein Anfang des Jahres?
00:14:12: Ich wäre gerne ... Weil ich gesagt hab, wenn ich jetzt wirklich mal im Januar Urlaub mache, dann möchte ich eigentlich gerne irgendwo hin, wo es zumindest zwanzig Grad hat, dass man mal mit dem Kleid irgendwie rumlaufen kann und vielleicht ein Cocktail mal draußen trinken kann oder so zum Genießen.
00:14:27: Ich wollte mich erholen nachdem ich gekündigt hatte den letzten Job Und da hätte man aber einen Reisepass gebraucht.
00:14:38: In Berlin braucht es nun mal so sechs Wochen, bis man den bekommen kann und dann war halt irgendwann klar okay das wird nix mehr.
00:14:47: und dann sind wir halt irgendwo hingefahren wo's aber eher so dreizehn Grad hatte und ich bin dann halt auch wieder krank geworden und bin nach Hause gekommen.
00:14:56: Ich hab immer gerne ein bisschen Urlaub mit etwas wärmeren Temperaturen aus, wenn man sagt jetzt nur wegen oder so.
00:15:02: Also, und das war ... er hat's verbockt quasi.
00:15:07: Das würde ich jetzt gar nicht mal so sagen.
00:15:09: Er hat halt gesagt, dass das zu knapp wird mit dem Reisepass.
00:15:12: Ich hätte sonst einen Express-Reisepass gemacht, aber da sind wir nicht so übereingekommen.
00:15:18: Ja, weil den kriegt man innerhalb von achtundvierzig Stunden oder so, glaub
00:15:22: ich.
00:15:22: Den kostet, glaube ich, hundertdreißig Euro statthalten?
00:15:24: Du musst
00:15:24: nach Brandenburg fahren im Potsam, da kriegst du das ziemlich schnell ja!
00:15:30: Okay, also es darf natürlich bei allem Kompromiss und so nicht darauf hinauslaufen dass deine Bedürfnisse nicht gesehen werden.
00:15:38: Genau!
00:15:38: Und da kämpfe ich gerade wieder ein bisschen für weil ich gerade versuche mehr darauf zu achten.
00:15:45: Ja okay lasst mal zurück zum Mutter Also eine Frau die offensichtlich auch selber sehr unter Strom steht wo vielleicht der Was sollen die Nachbarn denken, wichtiger ist als wie geht's uns eigentlich?
00:16:02: Ja.
00:16:03: Also ich bin auf dem Dorf groß geworden.
00:16:06: Sie ist gar keine typische Dörflerin oder so sage ich jetzt mal.
00:16:09: Ist gar nicht negativ gemeint aber sie fanden diese ganzen Klatschgeschichten immer eher abteuern.
00:16:15: trotzdem habe ich gemerkt dass es ihr auch immer wichtig war zu zeigen was ihre Kinder leisten und das alles also so.
00:16:23: die Außenwirkung war trotzdem sehr wichtig.
00:16:27: Ja.
00:16:29: Wie hat sich dein Vater dazu verhalten?
00:16:34: Das habe ich auch in den letzten Jahren noch mal mehr reflektiert, dass er eigentlich doch sehr abwesend war.
00:16:41: Also gefühlt hat meine Mutter die ganze Erziehung übernommen.
00:16:45: Obwohl mein Papa das wird mir erst selbst so bewusst, wo ich selber im Arbeitsleben oft erst so neunzehn-zwanzig Uhr nach Hause komme, der war eigentlich um siebzehn Uhr zuhause.
00:16:54: also da ist es noch hell!
00:16:55: Da kann man eigentlich schon was... machen.
00:16:58: am Wochenende war das natürlich was anderes.
00:17:00: Aber eigentlich hat meine Mutter das alles übernommen und mein Papa ist ein sehr so lieber Harmoniebedürftiger, der dann auch vielleicht ein bisschen aus Selbstschutz sich oft nicht so eingemischt hat.
00:17:14: also manchmal schon aber nicht immer.
00:17:17: und von dem her hatte man die Konfrontation immer mit ihr.
00:17:23: Hat er sich denn mal für euch eingesetzt?
00:17:28: oder zumindest emotional engagiert?
00:17:33: Nicht, dass ich mich jetzt explizit dran erinnern könnte.
00:17:36: Jetzt, wo ich auch mit ihm noch mal anders spreche, immer wachsenen Alter mehr ... Aber es ist natürlich auch schwierig, weil ich fahre dann wieder nach Hause, also nach Berlin und er is ja in der Situation und da muss man ja auch immer so ein bisschen abwägen wie weit lässt man's eventuell in anderen Strichen eskalieren, ne?
00:17:54: Also, ähm, ja.
00:17:57: Tut er was für sich?
00:18:00: Wenn er darf.
00:18:04: Es gibt gewisse Sportarten, die er gerne macht und meine Mutter misfällt das oft.
00:18:12: Das ist auch was, wo ich sage Mann, der musste seine Hobbys irgendwie leben dürfen weil sie immer Sachen zusammen machen will.
00:18:18: Die machen jetzt mittlerweile sind beide in Rente.
00:18:21: mehr zusammens finde ich schön.
00:18:23: trotzdem finde ich muss jeder für sich was alleine machen dürfen und sollen.
00:18:28: Und mein Papa ist eher der, der sich weiterentwickelt.
00:18:31: Der gerne mit jüngeren Leuten redet und versucht immer mit den Technik-Fortschritten klarzukommen.
00:18:38: Meine Mama ist eher so ... Versteh ich auch aus ihrer eigenen Perfektionismuserfahrung?
00:18:44: Sie hat genug gemacht und will jetzt mal Ruhe.
00:18:47: Aber das führt dazu, dass sie nicht so offen für Weiterentwicklung ist.
00:18:52: Da harperts halt oft auch, dass wir zusammenkommen.
00:18:57: Also, sie kann mit sich selber im Grunde nichts anfangen.
00:19:03: Sie hat jetzt nicht ... weiß ich nicht.
00:19:06: Ich würd jetzt nicht sagen, wie ich drei, vier beste, so ganz enge Freundinnen, mit denen sie über alles Mögliche sprechen kann.
00:19:13: Sie hatte eigentlich keine wirklichen Hobbys?
00:19:16: Lässt sich da aber auch nicht so richtig beschwingen oder motivieren also... Ja.
00:19:25: War glaub immer sehr für die ... Familie, da hat sich sehr in dieser Rolle gesehen.
00:19:31: Das ist ja auch noch mal eine andere Zeit als jetzt in deinem oder in meinem Alter.
00:19:35: Ist das nochmal ein bisschen anders von den Rollen?
00:19:39: Was macht ... was ist aus Sicht deiner Mutter deine liebenswerteste Eigenschaft oder deiner am meisten zuwürdigende Eigenschaft?
00:19:54: Also ich glaube, zuwürdiger geht in Richtung Leistung wieder also einen gewissen Job gehabt zu haben oder da irgendwie erfolgreich zu sein, das ist was sie charakterlich an mir schätzt.
00:20:09: Also ich habe es gefühlt seit sich die Beziehungsdynamik ein bisschen verbessert verändert hat.
00:20:13: Seit ich nicht mehr so viel versuche ihr zu gefallen eben auch für mich selber als als Learning hat sich das auch verbessert.
00:20:22: dass sie mehr anerkennt glaube ich dass ich schon etwas irgendwie im Kopf hab und eigentlich mein Leben an sich ganz gut hinbekomme.
00:20:29: Ja.
00:20:31: Edda, wir verraten nicht zu viel du wirst am Retreat teilnehmen was jetzt am neunzehnten März beginnt.
00:20:41: da werden wir ganz viel daran arbeiten weil es gibt einen Unterschied zwischen dem was wir wissen intellektuell und dem wie wir uns verhalten.
00:20:52: trotzdem im täglichen Leben ja und wenn du Jetzt zum Beispiel ... Nehmen wir an, deine Mutter sagt, meine Tochter ist sehr fleißig und enttäuscht mich nie.
00:21:05: Ja?
00:21:05: Als Beispielsatz.
00:21:07: Wenn du da ... Also dem Satz entsprechen möchtest, wirst du es wahnsinnig schwer haben.
00:21:16: Weil jemand der nie enttäuscht, der darf keine Fehler machen.
00:21:21: Das ist aber genau mein Thema!
00:21:22: Super Angst zu enttöschen.
00:21:23: Genau,
00:21:24: genau.
00:21:25: Und wenn du aber ein fehlerfreies Leben leben möchtest, dann musst du möglichst wenig leben.
00:21:31: Weil ... ja?
00:21:33: Je mehr du lebst, desto größer die Fehlerquote!
00:21:35: Ja und das Problem ist aber dass es zum Beispiel auch im Job super ankommt ne?
00:21:38: Weil man macht ja alles
00:21:39: mögliche.
00:21:40: Du bist das Leistungspferdchen was man bis zum Verbrennen benutzen
00:21:45: kann.
00:21:45: Genau.
00:21:46: Und weil du ja weißt Unbewusst, dann bin ich besonders liebenswert.
00:21:52: Bist du natürlich ein Teufel tun dem nicht zu entsprechen bis es dann halt wieder nicht geht akulär oder krank
00:22:00: Fertig ja genau
00:22:02: Ja.
00:22:03: also im Grunde hamsterrad was so zusammengelötet ist aus verschiedenen ja Ansprüchen und Erwartungen.
00:22:11: aber Du hältst selber den lödkäumen in der hand das oder Den speichs brenner wie auch wenn man das große Dinge nennt, wo man so eine Brille braucht.
00:22:22: Ich hab das auch total internalisiert und diese ganze Figurthematik
00:22:27: usw.,
00:22:27: ich habe es schon drin, dass es nicht so leicht ist wie man oft mit dieser inneren Kinderarbeit sagt ja stell den Rucksack wieder zurück der rucksack ist halt irgendwie schon Teil meines Rückens im Metamorphorisch gesprochen
00:22:40: festgewachsen
00:22:42: und dann ist es halt nicht so leicht da irgendwie reinzuschneiden.
00:22:45: Naja, weil du lebenswichtige Adern vielleicht durchtrennst.
00:22:49: Und zumindest gefühlt.
00:22:55: Also diese ständige Überlastung der du ja auch schuld trägst quasi indem du dreimal glaube ich im Burnout warst?
00:23:06: Fast dreimal.
00:23:08: Die zeigt sich da natürlich.
00:23:10: und wie man daraus kommt ist... in allen Lebenslagen.
00:23:15: Auch aus merkwürdigen Beziehungsmustern und allem, was wir sowieso im Leben so erleben ist eben nicht nur das Intellektuelle Verstehen und vielleicht auch Handlungsanweisungen befolgen sondern vor allem das Fühlen wenn wir in diese Handlung gehen die Selbstschädigendesverhalten nach sich zieht.
00:23:36: Darum ist es wahnsinnig wichtig dass man gerade die körperliche Empfindung sehr trainiert damit man irgendwann sagen kann Das Gefühl ist zuerst da und ich merke es, bevor ich in die Handlung gehe oder bevor ich XY tue.
00:23:52: Was eben so schade ist
00:23:54: mit
00:23:54: der Körpertherapie das habe ich auch erst durch dein Podcast so richtig gelernt dass man das eben wieder selber bezahlen muss, dass die Krankenkasse nicht sagt hey wenn's der Person nachher besser geht um die stabil ist bestenfalls ihr Leben lang, dann ist es uns egal welche Therapieform ich zahle.
00:24:08: Aber so weit sind wir ja leider
00:24:10: noch nicht.
00:24:11: Ja genau!
00:24:11: Aber was ein ganz gutes Beispiel ist auch in meiner aktuellen Beziehung... Ist das erste Mal dass ich jemandem an meiner Seite habe, der mir so viel Sicherheit und Liebe gibt.
00:24:23: Dass ich mich traue auch Sachen zu sagen die mich stören.
00:24:25: Ich hatte vorher zwei bindungsängstliche Partner.
00:24:28: da war es vor allem bei der letzten Partnerschaft dann recht schnell vorbei als ich Kritik geäußert hab Und das ist halt super gut auch zum üben zu sehen dass er quasi nicht wegläuft wenn ich was kritisiere
00:24:40: Hast du Kritik oder Bedürfnisse?
00:24:43: Ja gut Das ist ja immer die Frage wie kommt's beim Empfänger quasi an?
00:24:49: Ich denke beides, aber aus dem Wunsch die Bedürfnisse klarer zu machen.
00:24:55: Aber manchmal ist man dann ja einfach emotional und denkt Mann jetzt muss ich doch wirklich mal durchgreifen und mal für mich einstehen.
00:25:03: Ich glaube es ist vor allem bedürfnismäßig gemeint, aber man kommt nicht immer.
00:25:07: in der Kommunikation sehe ich auch bei mir selber nicht immer so glatt raus dass das vielleicht den anderen auch nicht angreift
00:25:14: Ja.
00:25:16: Das kann man aber auch üben.
00:25:18: Also das erstaunliche ist ja, dass fast alle Streits oder Kritiken was auch immer ... Kritik ist im Grunde die mögliche Vorstufe zum Streit.
00:25:32: Aber dass Kritik und Streit immer den Ursprung in unseren Bedürfnissen haben.
00:25:39: Wenn du größere Streits mal so auseinander sammelst dann wird man merken es geht nicht um Oberflächliche Thema, wie nie räumst du die Spülmaschine ein?
00:25:49: Sondern immer darum... Ich fühle mich da im Stich gelassen.
00:25:53: Immer muss ich alles übernehmen.
00:25:54: Niemand hilft mir.
00:25:56: Genau.
00:25:57: Hab ich zu Ihnen auch schon gesagt, so zu versuchen das zu erklären.
00:26:00: Genau
00:26:01: und darum kann man es eigentlich wenn man gut streitgeübtes Paar ist relativ schnell immer auseinander klamüsern und beenden.
00:26:09: dann auch, weil die Frage, die man sich stellen muss ist was ist das Bedürfnis dahinter?
00:26:15: Wenn beide bereit sind an dem Punkt da hinzugehen.
00:26:18: Das ist in einer gewissen Emotionalität auch manchmal schwierig.
00:26:25: Bei uns ist es eher das Problem, dass Konflikte so ein bisschen totgeschwiegen werden.
00:26:30: Dass es seine Art damit umzugehen und ich kann damit eigentlich gar nicht umgehen.
00:26:35: Das ist auch was, was ich zum Beispiel noch auf die To-do-Liste geschrieben hab, dass wir besser lernen müssen, Konflikte ... Nicht am Ende ohne einen Tisch fallen zu lassen.
00:26:45: Es gibt eine To-Do-List für euch?
00:26:47: Nein!
00:26:47: Für mich im Kopf Sachen, wo ich sage... Da müssen wir einfach mehr darauf achten, weil die uns irgendwann sonst das Bein brechen könnten in der Beziehung.
00:26:57: Und ich will da nicht blind links reinlaufen, sondern will ... dass wir an Sachen arbeiten und nicht in zwei Jahren sagen, wir sind getrennt und haben es verpennt rechtzeitig zu
00:27:09: interminieren.".
00:27:10: Ich dachte du hast so eine To-do-Liste wie diesen Zettel, den du mir gegeben hast.
00:27:14: Nein!
00:27:16: Seil beruhigt.
00:27:17: Man weiß es nicht.
00:27:18: Ähm ja?
00:27:21: Also so lange die nicht ausgedruckt immer morgens auf dem Nachtisch liegt ist alles in der Klarsichthülle.
00:27:27: Nee, das ist eine gute Idee.
00:27:29: natürlich weil so führt man Beziehungen indem man sagt pass auf und das können wir klären um besser zu werden miteinander.
00:27:39: Und ich sage es immer wieder Man kann Beziehung wirklich mit praktisch jedem führen.
00:27:43: Es ist ne Entscheidung dafür daran zu arbeiten Fertig.
00:27:49: Also der eine oder die eine, welche alles gut macht gibt es nicht ja?
00:27:56: Vielleicht hat man mal so einen Glückstreffer aber am Ende des Tages ist Liebe Beziehung, Partnerschaft und Entscheidungen dafür die Arbeit zu tun.
00:28:06: Hast du da ein Tipp wie man vielleicht auch Männern mental load was ein großes frauen thema ist irgendwie näher bringen kann?
00:28:14: das finde ich auch noch irgendwie schwierig.
00:28:17: ja also Ich habe neulich von einem versuch gelesen Da mussten die männer notieren woran sie so denken während sie So vor sich hin atmen.
00:28:32: Und bei den Frauen war das eine wahnsinnig große Liste und beim Männern war es eher so, ich kaufe Kartoffeln.
00:28:39: Fertig!
00:28:40: Ich koche Kartoffel nicht weil sie weniger denken sondern weil sie einfach ja diese Mental-Load überhaupt nicht annehmen.
00:28:46: also genau es ging um das Wickeln von Kindern.
00:28:51: der Mann nimmt eine Windel und wickelt das Kind Die Frau nimmt eine Windel, zählt durch wie viele Windeln noch da sind.
00:28:58: Überlegt wann wieder Windeln gekauft werden müssten und ob man Tüchlein braucht für unterwegs?
00:29:05: Und überhaupt ist das die richtige Windel
00:29:07: usw.?
00:29:08: Was noch
00:29:09: alles einzukaufen ist und dass dann wieder ein Geburtstag ansteht wo man auch noch einen Geschenk kaufen muss usw.
00:29:15: Die Lösung liegt natürlich im Gemeinsam.
00:29:18: Ja.
00:29:19: Und das haben wir über die letzten Jahrzehnte einfach sträflich vernachlässigt und machen immer noch weiter damit, und das ist das Problem.
00:29:25: also nehmen wir bleiben wir mal bei dem Mündelthema Ideal würde es dann so laufen dass die Frau zum Wandel geht und sagt pass auf ich habe gerade festgestellt als ich die Windel genommen hab Wir müssten welch.
00:29:39: also mein Gedanken ging da hin und dann habe ich gedacht wir müssen kaufen und bla bla.
00:29:44: Ich will das eigentlich nicht mehr die ganze Zeit so darüber denken Was hältst du davon, wenn wir eine Liste machen?
00:29:53: Wo draufsteht so und so viel Windeln sind noch da.
00:29:58: Dann brauchen wir neue Windeln.
00:29:59: Und wir entscheiden gemeinsam, wer in diesem Monat dafür verantwortlich ist, Windeln zu bestellen.
00:30:05: Sind gemäß!
00:30:07: Was natürlich mega behemmert klingt.
00:30:09: aber tatsächlich funktioniert es nur so dass man gemeinsam die Entscheidung trifft etwas zu tun.
00:30:16: Aber die Verantwortung, also ... Nee.
00:30:18: Wenn du die Verantwortung nimmst, bleibt sie bei dir!
00:30:22: Ja aber wenn die Winneler nicht gekauft werden und dann stehst du da ... Dann
00:30:24: muss der Mann das vollgeschissene Kind rumtragen und mit ihm üben auf Stöpfchen zu gehen.
00:30:30: Keine Ahnung sein Problem.
00:30:32: Also wenn der andere seinen Teil der Arbeit nicht erledigt, muss derjenige mit den Konsequenzen leben?
00:30:42: Weil Wendelthema ist natürlich ein bisschen doof, weil das betrifft dann das Kind und verschiedene.
00:30:48: Wobei dieses Abhalten?
00:30:52: ich habe mal bei einer Fernsehsendung Ich weiß gar nicht mehr, was das für ein Paar war.
00:30:57: Die hatten Baby und die haben das von Anfang an abgehalten.
00:31:01: Das heißt, das Baby hat irgendwann so eindeutige Körpersignale gezeigt, wenn eine Entleerung stattfindet, dass sie wussten jetzt halten wir es drüber über irgendwas.
00:31:10: Ich hatte schon Muffensausen muss ich sagen als das Baby bei mir auf dem Schoß saß.
00:31:15: Weil's war relativ klein aber es hat funktioniert.
00:31:18: Ja?
00:31:18: Wir haben dann gesagt ach guck jetzt!
00:31:20: Und ich so, das sieht genau aus wie vorher... Aber die wussten
00:31:23: ne?!
00:31:26: Wir werden die Verantwortung nicht los, wenn wir die anderen die Konsequenzen nicht spüren lassen.
00:31:34: Wie wir am Anfang besprochen haben ist muss sein!
00:31:37: Nur so findet Lernprozess statt und wir müssen auch in Beziehung mehr üben dass wir gemeinsam da drin sind.
00:31:47: Und mein Partner und ich haben auch massenweise Themen.
00:31:51: So ist es nicht, weil wir völlig unterschiedlich auf die Welt blicken.
00:31:56: Auch einen anderen Groove haben, der findet ... Es ist unverständlich dass jemand so viel schlafen kann wie ich.
00:32:03: Du kannst mich aber wirklich zu jeder Tagesnachzeit hinlegen und ich schlafe einfach.
00:32:07: Während für ihn ein Kampf ist in den Schlaf zu finden.
00:32:10: Aber wir haben uns darauf geeinigt.
00:32:13: er ist für die Wäsche verantwortlich Und ich für die Spielmaschine, weil das ekelhaft findet.
00:32:20: Warum auch immer?
00:32:21: Skillbasiert.
00:32:23: Skillbasierter ist es wie auch immer.
00:32:26: Ich kann halt ... Ich gehe ja mit Tieren um.
00:32:29: Das findet er auch schräg.
00:32:30: Tierfutter findet der verstörend.
00:32:34: Du, jeder Jäger ist anders so und da ist ein Konflikt natürlich aus der Welt geschafft.
00:32:40: In dem man skillbasiert.
00:32:43: Aufgaben verteilt, ja?
00:32:44: Man kann natürlich auch sagen ... Ich bin immer für den Einkauf der Winnel zuständig und du bist immer für die Gemüse-Einkauf zuständig!
00:32:53: Also in meiner Erfahrung von meinem eigenes Leben jetzt, glaub ich würde es so besser laufen.
00:32:57: Ich hab halt auch gesagt okay Du machst das Bad und ich mach die Küche.
00:33:02: Aber natürlich ist die Küchen wenn man kocht jeden Tag Und spürmaschine alle zwei Tage und das Bad ist halt ein oder zweimal im Monat, ne?
00:33:09: So.
00:33:11: Wenn du dich ungerecht belastet fühlst dann sag pass auf ich mach die Küche aber du schleppst die in Einkauf und du bringst immer das Pfand weg.
00:33:18: Pfand weggbringen ist was was ich belastend finde.
00:33:21: Das stört mich.
00:33:23: Einkäufe trägt er tatsächlich dann oft wenn wir zusammen gehen ja.
00:33:26: Also dass wirklich... Dass es Fifty-Fifty is.
00:33:33: Und nehmen wir mal zu dem Urlaubsbeispiel zurück.
00:33:36: Du bist enttäuscht, weil du kein Kleid tragen kannst.
00:33:39: Weil es nur dreizehn Grad sind und du darfst aber auch diese Enttäuschung zum Ausdruck bringen.
00:33:44: Du musst dann nicht das runterschlucken und sagen okay zieh ich mir einen Vollpolier an sondern sage...
00:33:48: Ich muss jeden Tag die Winterjacke einziehen!
00:33:50: Ich habe eigentlich noch eine Herbstsage dabei, weil ich dachte es sind zumindest sechzehn Grad oder so.
00:33:55: Ja, aber auch sagen was das für dich für eine Konsequenz hat nämlich A. Du bist nicht so gut erholt wie du es dir gewünscht hast.
00:34:05: eher schlecht gelaunt.
00:34:06: Und das nächste Mal wirst du alleine fahren!
00:34:10: Wenn deine Bedürfnisse nicht geachtet werden, wirst Du alleine fahren.
00:34:13: Fertig!
00:34:15: Warum nicht?
00:34:19: Wie gesagt er wird schon nachrücken.
00:34:22: Also es ist ein Versuch wert auf jeden Fall.
00:34:23: Ja wenn's ihm wichtig ist und egal ist hat das natürlich noch mal eine ganz andere Konsequenz.
00:34:31: aber viele Leute leben ja in Beziehung wo ihre eigene Bedürflisse Ständig muss achtet werden.
00:34:38: Und sagen wir, naja ist ja nicht so schlimm ich kann das schon regeln Aber es findet nie eine Konsequenz statt.
00:34:45: So dann gibt es im Kopf ne doppelte Buchführung.
00:34:48: Ja sie macht sich notizen dass hat er nicht gemacht das hatte nicht gemacht.
00:34:52: der andere erfährt Es aber gar nicht weil es auch keine konsequenz gibt und Dann ist man irgendwann
00:34:59: Ja immer will Ich gar nicht sein dass ich eben im hinterkopf die sachen so aufschreibt.
00:35:02: ich merke dass Das zum teil der fall ist hab jetzt auch versucht irgendwie so einzuführen, dass wir vielleicht einmal im Monat mal so sprechen und sagen hey was läuft gerade gut?
00:35:10: Und was läuft nicht gut.
00:35:12: Das sind aber natürlich alles Sachen die immer ich initiiere.
00:35:15: und dann denke ich auch wieder man eigentlich mache ich die ganze Beziehungsarbeit alleine.
00:35:21: Da ist es manchmal schwer wenn auch jemand so Spaß an seinem Job hat
00:35:25: usw.,
00:35:26: zu sagen ja und wie wär's wenn du mal zehn Prozent deiner Zeit noch dafür abzwackst.
00:35:33: Du hast jedes Recht darauf weil es dein Bedürfnis ist.
00:35:37: Ja,
00:35:38: und wenn jemand sagt ich bin mit dir in der Partnerschaft dann bedeutet das Ich sorge dafür dass deine bedürfnisse erfüllt werden Wenn die nicht merkwürdig sind oder völlig überzogen aber Das gewöhnliche bedürftes oder das gesunde bedürfenes Intensiv miteinander zu sprechen.
00:35:58: ich würde so häufiger machen einmal die woche
00:36:01: Ja, man muss ja langsam anfangen.
00:36:03: Genau!
00:36:03: Aber einmal die Woche das berühmte Sonntagsgespräch.
00:36:07: ich würde gerne mit dir eine Stunde spazieren und reden einfach bis dann recht Und da auch wieder wenn der das zwei drei mal ausfallen lässt sagen meine Bedürfnisse werden nicht so geachtet wie ich mir das wünsche.
00:36:29: er sieht oft auch wenn ich zum Beispiel dass man schon ein Geschenk mitbringt, wenn man bei seiner Familie eingeladen ist.
00:36:38: Und ihm ist das nicht so wichtig und dann fühle ich mich aber gar nicht gesehen, weil es den Eindruck macht als ob ich da übertreibbar war.
00:36:46: Eigentlich ist das eine normale Sache zum Beispiel, einen Geschenken mitzubringen oder ... Also ein paar Sachen auch im Haushalt denke ich immer.
00:36:53: Ich bin da jetzt nicht extrem!
00:36:55: Meine Mutter ist ja sehr pingelig.
00:36:56: Ich hab da schon versucht irgendwie mich runterzunehmen was die Ansprüche angeht, Aber ich finde, da solltest du lockerer werden.
00:37:05: Und dann ist es manchmal so ein Kampf.
00:37:08: Hier könntest du zum Beispiel erklären, warum dir das wichtig ist?
00:37:14: Ich glaube nämlich nicht zwangsläufig, dass dir das Geschenk mitbringen wichtig ist, sondern dass dir wichtig ist was deine Mutter über dich denkt.
00:37:24: Beziehungsweise die in Anführung strichen Schwiegermutter.
00:37:26: Ja ja
00:37:27: klar!
00:37:29: Vielleicht ist es in der Familie aber überhaupt nicht keine Kultur, was mitzubringen.
00:37:35: Ja doch wir haben dann auch Geschenke gekriegt und ich würde mich da unangenehm berührt fühlen wenn wir die Einzigen wären, die keines mitbringen.
00:37:45: Lass mal überlegen, was hier die Konsequenz sein könnte.
00:37:48: also ihr seid eingeladen?
00:37:51: Gut Geburtstag!
00:37:52: Da wäre selbstverständlich etwas mit zu bringen.
00:37:53: Hat das
00:37:54: meine ich ja.
00:37:55: Es ist Geburtstag.
00:37:56: Okay zum Geburtstage.
00:38:01: Ja, das finde ich knifflig.
00:38:03: Aber ich weiß jetzt natürlich auch nicht wie sein Verhältnis ...
00:38:08: Er ist nicht so der Geschenkemacher.
00:38:10: Genau aber es gibt Dinge die fallen einem schwer und dann gibt's Dinge sie sind einfach gesellschaftlich enorm.
00:38:20: Und dann könnte man natürlich sagen pass auf Ich fühle mich unwohl, wenn wir zu einem Geburtstag, wo wir eingeladen sind ohne Geschenke gehen.
00:38:29: Du findest das unwichtig?
00:38:30: Ich möchte aber, dass du das erklärst, warum wir kein Geschenk
00:38:34: mitbringen.".
00:38:41: Und dann gehe ich da rein und es ist mir egal, wie's läuft.
00:38:54: Dann bin ich nämlich frei von diesem ... Sie hat sich nicht drum gekümmert so?
00:38:58: Ja!
00:38:59: Das war für mich eigentlich der Deal für dieses Jahr.
00:39:01: Dann fühl ich mich freier damit.
00:39:03: Also das ist jetzt vielleicht gemein und würde ihn natürlich ein bisschen in eine etwas kindlichere Position schieben.
00:39:13: aber... Wenn du ein gutes Verhältnis zu deiner Schwiegermutter hast, kann man mit der auch offen reden und sagen pass auf.
00:39:19: Folgendes Dilemma haben wir in dieser Beziehung.
00:39:23: Und ich würde gerne mal probieren was passiert wenn ich mich nicht kümmere.
00:39:30: Das habe ich sogar so schonmal gesagt.
00:39:34: Und schon war ich frei.
00:39:35: Es
00:39:36: ist
00:39:36: nicht so, dass ich sage, ich muss alles kontrollieren und fühle mich nicht wohl.
00:39:40: Ich bin an dem Punkt, wo ich sage ... Wenn das trotzdem als To-do da besteht, muss jemand anders sich darum kümmern, sonst wird es halt nicht gemacht.
00:39:51: Dann bin ich wieder im Strudel zu denken, wenn's keiner macht, dann muss ichs machen?
00:39:56: Genau!
00:39:57: Aber dann hast du ja da schon einen Weg rausgefunden, weil genau so geht es.
00:40:01: Aber beruflich Im letzten Job war es auch so, dass dann alle waren überlastet.
00:40:07: Die haben halt erst gemacht und danach war fertig.
00:40:10: Dann war's bei mir so das die Chefin drei Tage nachdem ich da war gesagt habe sie ist in drei vier Wochen weg.
00:40:16: Dann hatte ich quasi gefühlt die höchste Position Ich wurde nicht richtig eingearbeitet Und dann kam alles zu mir.
00:40:23: und dann dachte ich ja Wenn sich sonst niemand darum kümmert dann gehen halt auch Kooperationen vielleicht irgendwie den Bach runter.
00:40:31: Da steckt schon eine gewisse Verantwortung dahinter, aber da kann ich ja dann schwer sagen, es ist mir egal.
00:40:36: Ich gehe nach acht und ein halb Stunden nach
00:40:37: Hause.".
00:40:39: Aber man könnte natürlich im Team besprechen was die Schwierigkeiten sind, die aus deiner Sicht auf die Firma, auf die Vereinigung wie auch immer zukommen.
00:40:51: wenn XY nicht passiert?
00:40:53: Was deren Lösungsvorschläge dafür sind.
00:40:56: Wenn da jahrelange Frustration dahinterhängt, dann sagen die auch manchmal.
00:41:00: Dann ist denen in Anfangsstrichen nicht allen aber einigen auch egal und ich bin halt nicht so der Egaltyp.
00:41:06: Aber haben Sie das so formuliert?
00:41:08: Dass Ihnen alles egal ist?
00:41:10: Zum Teil ja!
00:41:12: Ja okay... Also wenn du Leute hast in einem Team wo allen alles egal isst, muss man in der Tat eine Stufe höher gehen Und sagen, pass auf Leute.
00:41:24: Wir haben hier aus meiner Sicht ein schwerwiegendes Problem und ich kann euch sagen das ist meine Jobbeschreibung.
00:41:34: Das bin ich in der Lage zu geben.
00:41:37: Darüber hinaus eben nicht.
00:41:38: und die Konsequenz wird sein xy.
00:41:42: Du bist nicht verantwortlich dafür.
00:41:46: Sondern
00:41:46: die Führungsebene.
00:41:48: Die dann gerne so mal reingesagt haben ja eigentlich... Eigentlich hätte ich auch so eine stellvertretenden, Chefin in Positionen.
00:41:55: Dann
00:41:55: sollen sie dich entsprechend bezahlen?
00:41:58: Das habe ich auch gesagt.
00:41:59: Ja.
00:42:00: Andernfalls ist es nicht okay.
00:42:02: Absolut!
00:42:04: So und Konsequenz ist ja immer unangenehm.
00:42:08: Auch das durchzuziehen aber wir müssen das unbedingt üben weil die Welt dann besser wird.
00:42:17: Ja, ich möchte immer gerne so schützen und vermeiden.
00:42:20: Das ist dann eben gar nicht eintritt das eventuelle Risikon will das vermeiden ja
00:42:26: bloß das weiß sich dann in den arsch dass das problemen.
00:42:31: ja Und ich habe das jetzt auch gemerkt kurz bevor ich jetzt den letzten job gekündigt habe.
00:42:38: da ist zum glück auf mein partner auf mich zugekommen.
00:42:42: Ich hab da in drei Monaten, hundertzwanzig Überstunden gemacht.
00:42:47: Was Wahnsinn ist?
00:42:48: Ja also ich hab eigentlich nur noch gearbeitet und geschlafen mehr war dann nicht mehr und mein Partner hat auch gesagt dass das für ihn auch sehr schwer war.
00:42:56: das habe ich in der Zeit leider gar nicht so mitbekommen.
00:42:59: das tut mir auch irgendwie total leid.
00:43:00: natürlich war ich da auch in der Beziehung nicht wirklich anwesend oder auch sehr unter Druck und obwohl ich da wieder gemerkt habe dieses von außen gebraucht, quasi so ein bisschen wie die Erlaubnis zu sagen.
00:43:16: Nein das tut mir nicht gut.
00:43:17: ich gehe da als raus aus diesem Job und da würde ich gerne noch mehr hinkommen da besser für mich selber zu sorgen.
00:43:24: Wer gibt einem denn die Erlaubnis?
00:43:26: Für Dinge normalerweise
00:43:30: Ja in der Kindheit die Eltern
00:43:31: So genau Und im Erwachsenenalter
00:43:35: Man selbst
00:43:36: Richtig
00:43:37: Aber eben, ich komm da nicht so gut hingedanklich.
00:43:40: Ich denk auch ganz oft ... Wenn's
00:43:43: z.B.,
00:43:43: auf der Straße, wenn jemand plötzlich so laut schreit oder stopp ruft, fühl mich dann immer gleich angesprochen und denke immer, hab' ich was falsch gemacht?
00:43:53: Ich bin da für feinfühlig, okay, habe ich vielleicht irgendwas nicht gut genug gemacht, falsch gemacht, das kommt natürlich aus dieser Prägung.
00:44:01: Ja genau!
00:44:02: Eine Frage die du dir stellen kannst, die viel leicht auch hilft, ist die Frage, darf ich das?
00:44:12: Weil dann kommst du idealerweise in so eine Gedankenkette, die dir sagt ja, ich bin ja selbst für mich verantwortlich.
00:44:23: Ich führe aus und ich nehme auch die Konsequenz.
00:44:26: Es gibt niemanden sonst.
00:44:28: Niemandem.
00:44:30: Darf ich das ?
00:44:31: Ja!
00:44:31: Ich darf das !
00:44:33: Ja, ich darf mir das erlauben.
00:44:34: Für mich ist dieses Erlauben immer ein ganz großes
00:44:36: Thema.
00:44:40: Ja, und das übt sich am besten in ganz kleinen Schritten.
00:44:46: Also wieder und wieder bis du irgendwann durch die Welt gehst und sagst natürlich darf ich das oder ich darf mir das erlauben?
00:44:54: Das war ganz lustig.
00:44:55: also ich habe natürlich auch mit meinen Eltern über die eventuelle Königung damals gesprochen Und da war ich zwischen meiner Mutter total dankbar, weil sie war dann eigentlich auf meiner Seite.
00:45:06: Weil sie auch gesehen hat wie ich mich kaputt gemacht habe.
00:45:08: das hat mir auch gut getan sich da gesehen zu fühlen und sie hat gesagt wenn du jetzt in das Königungsgespräch gehst lass dich nicht überreden.
00:45:18: und der hat es drei vier mal versuchten.
00:45:19: Ich war kurz davor wegen diesem enttäuschen Thema usw.
00:45:24: Doch wieder zu sagen, wir probieren jetzt noch mal ein, zwei Monate und gucken, ob sich was bessert.
00:45:28: Und dann hat mir das aus dem Hinterkopf meiner Mutter so genommen.
00:45:31: Aber es in diesem Fall aber total positiv war und hab gesagt, nee ich geh, es bleibt bei dieser Kündigung.
00:45:38: Ja häufig ist es ja auch so dass wir die Dinge aus der Kindheit weiter führen obwohl die Eltern teile das gar nicht mehr unbedingt einfordern.
00:45:47: Das fällt mir öfter auf wie doof also wieder das internalisierte in mir drin?
00:45:57: Vielleicht kannst du es auch auflösen, indem du dann ... Du wirst ja bald an dem Punkt kommen, wo du's körperlich spürst.
00:46:07: Da kannst du übrigens auch ... Du schreibst da gerne Dinge auf und ordnest sie in Listen und so.
00:46:12: Du könntest eine Art Gefühlstagebuch führen, dass du vollschreibst jedes Mal wenn diese Gedanken oder eine Entscheidung kommen, wo spürst du das im Körper?
00:46:26: Was ist passiert?
00:46:27: Mein Bauch hat gekrampft.
00:46:28: Mein Auge hat gezuckt was weiß ich.
00:46:32: Meine Institution hat sich hier gezeigt und hat gegrummelt usw.
00:46:36: Dass du das wirklich trainierst indem du es niederschreibst und so in die Selbstbeobachtung gehst dass du beim nächsten mal des Magen gerummeln oder was weiß Ich fühlst Und merkst.
00:46:49: jetzt steht wieder eine Entscheidung an die internalisierte Glaube über mich oder was ich darf, bestimmen möchte.
00:46:59: Aber wenn ihr das hilft, umzudrehen könntest du natürlich auch fragen, was würde meine Mutter denn heute sagen dazu?
00:47:08: Weil die heute wahrscheinlich jetzt wo sie nicht mehr diesen Druck hat sich selbst wie ja ihrer Kinder irgendwie zu präsentieren in einem Schein irgendwie gerecht zu werden oder was weiß dass sie vielleicht die vernünftigere Ratgeberin heute wäre und sagen würde, natürlich machst du das, Edda.
00:47:31: Was auch immer dir irgendwie in den Sinn kommt, das darfst du machen.
00:47:36: Und natürlich fährst du alleine nach Mallorca weil dein Partner es versammelt hat sich einen Reisepass zu besorgen was auch ultimativ nicht dein Problem ist.
00:47:48: Und alleine reisen ist vielleicht ein bisschen beschwerlicher manchmal, wenn man einfach nur so chillen will.
00:47:55: Als zu zweit weil man dann alleine ist und nicht quatschen kann und sich nicht austauschen kann, nicht den Sonnenuntergang zusammen anschauen kann aber es auch okay.
00:48:05: Es geht ja wieder wie gesagt darum dass die Konsequenz zu einer Veränderung des Verhaltens der anderen führt also auch bei dir natürlich, aber eben auch im Umfeld.
00:48:16: Und das geht manchmal schneller als man so denkt?
00:48:20: Ich habe ein bisschen in Anfangstrichen die Befürchtung für den nächsten Job ... ich hatte da auch mit meiner Psychotherapeutin drüber gesprochen und sie hat gesagt, ich wünsche mir dass Sie einen Job annehmen, bei dem Sie zum Beispiel immer am Donnerstag den einen Sportabend ausüben können, sodass ich recht sehr gesagt hab Für mich geht dann trotzdem irgendwie immer so die Arbeit vor.
00:48:44: Also ich würde das und das wieder streichen, Sport gesundheit eher hinten anstehen lassen, dass ich da irgendwie hinkomme, da mir auch zu erlauben zu sagen nein eigentlich ein normaler Job ist achtundhalb Stunden und dann gehe ich oder ich suche mir halt... einen Sporttermin aus, der um zwanzig Uhr ist und dann sollte man das eigentlich auch irgendwie normal hinbekommen.
00:49:08: Da habe ich trotzdem Angst dass sich da wieder abrutsche und jetzt wo ich mich dann auch wieder bewerbe auf neue Jobs fällt es mir auch schwer zu sagen diese Jobbeschreibung ist das so?
00:49:20: Dass ich das für mich so vereinen kann, dass ich nicht wieder daran kaputt gehe weil ich mich verausgabe und da hab' ich noch kein so gutes Gespür für.
00:49:30: Das ist ja zumindest in Deutschland immer vertraglich geregelt.
00:49:34: Da gibt es eine Stundenzahl, die man wöchentlich arbeiten soll gemäß Vertrag und daran darf man sich durchaus sehr steif orientieren.
00:49:46: Und wenn du Hilfe brauchst bei der Festlegung eines wöchenlichen Termins zum Beispiel für Sport kannst du deinen Partner einspannen und sagen pass auf macht ihr gerne Sport?
00:49:59: Ja oder ich?
00:50:00: Ja.
00:50:01: Ihr könntet doch auch zusammen was machen, wäre schön für euch!
00:50:05: Ich möchte gerne dass du lieber Partner für uns einmal die Woche und zwar an dem Tag einen fixen Termin einplanst.
00:50:13: ich will das du uns einen Squashplatz buchst oder was auch immer ihr macht Und da gehen wir jeden Donnerstag ganz stumpf hin.
00:50:21: Das wünsche ich mir.
00:50:23: Damit ermächtigst Du ihn auch Ja, die Beziehung zu gestalten.
00:50:27: Auf einer Ebene, die ihm vielleicht leichter fällt als auf der Emotionalen und hast für dich gleichzeitig auch etwas was du in der Arbeit vor dir selber anführen kannst sagen sorry heute kann ich nicht haben fest einen Termin
00:50:42: ja ist gut wenn dann noch jemand mit im Boot ist oder man da nicht nur von seinen eigenen Terminen die Verantwortung hat.
00:50:47: Du
00:50:47: musst ja nicht alles alleine machen Ich könnte es auch zusammenmachen.
00:50:53: Das schöne Wort Skill basiert kommt auch hier zum Tragen.
00:50:58: Wenn das für dich einsetzen nicht so dein Skill, der Skill oder das Skill ist dann übergibst du es an jemand andern?
00:51:08: Ja und wenn jemand keinen Partner hat können das auch Freunde sein die das einrichten.
00:51:14: So hat kein Problem.
00:51:15: Ein fester Termin an dem das stattfindet Routinen Die müssen sich nicht nur auf Nahrungsergänzungsmittel und ... Ja, Shakes beziehen.
00:51:27: Sondern auch auf Sport.
00:51:31: Baut ihr doch das Leben?
00:51:32: So wie du willst!
00:51:33: Einmal die Woche machen wir was, was wir noch nie gemacht haben.
00:51:38: Suchen uns irgendwas raus... Und gucken, wie's ist.
00:51:42: Eine Freundin und ihr damaliger Partner haben das immer so gemacht.
00:51:45: den ersten Sonntag im Monat.
00:51:47: Haben sie ein neues Restaurant ausprobiert, sowas fand ich total.
00:51:50: Schön, auch um so ein bisschen Beziehung und trotzdem immer wieder was Neues entdecken mit reinzubringen.
00:51:56: Genau!
00:51:57: Und übrigens neue Restaurants – es geht in Berlin natürlich besser als in anderen Städten – haben ganz oft Degustationsmenüs ... Es gibt, glaube ich, sogar auch Online-Termine.
00:52:09: Da habe ich zumindest mal gelesen, wo Restaurants Testesser suchen damit sie die Karte probieren können und so weiter.
00:52:16: Man braucht nicht für alles Geld also man muss nur ein bisschen suchen.
00:52:23: Geht nicht, gibt es nicht.
00:52:24: das stimmt
00:52:26: in Berlin sowieso
00:52:27: im berlin sowieso also und geld ist Kein Hindernungsgrund, außer bei Miete und Strom.
00:52:35: Es gibt Zehntausend Sachen wie man durchkommt.
00:52:39: Man muss bloß clever
00:52:40: sein.
00:52:41: Gibt sogar Websites für ...
00:52:42: Ja, ja.
00:52:44: Mal abgesehen davon?
00:52:45: Mhm.
00:52:46: Es gibts sogar für Berlin im Sommer auch Wege wo man kostenlos Obst pflücken kann.
00:52:52: all das also Wie gesagt.
00:52:57: Aber dieser Glaube dass man alles alleine machen muss, ist so weiblich.
00:53:04: Das ist wirklich Wahnsinn!
00:53:05: Wir müssen damit aufhören weil wir uns selber kaputtmachen.
00:53:08: Ja ja ich denke das ganz oft.
00:53:10: und bei Social Media wenn man dann gewissen Themenbereichen auch vollkriegt man dass er dauernd eingespült und ich merke da richtig... Ich bin eigentlich jetzt gar nicht die Totale Feministin, aber wieder die Feministen in mir immer größer wird und sagt nee dann müssen wir eben auch was ändern.
00:53:25: Aber ich finde es muss sich halt auf beiden Geschlechterseiten was ändern.
00:53:27: das reicht natürlich nicht nur wenn wir Frauen das verstehen Das müssen natürlich die Männer auch verstehen und da gibt's ja auch viele Leute die das schon sehr super umsetzen.
00:53:38: Und dir als Vorbilder das wäre natürlich super
00:53:40: Ja.
00:53:41: aber Es braucht für Revolution, nicht immer den ganz großen Straßenkampf.
00:53:47: Es reicht schon wenn jeder in seiner Beziehung guckt wo raff ich denn alles an mich?
00:53:52: Weil ich glaube ich muss es machen und wo übergebe ich dem anderen mal Verantwortung?
00:53:59: und die Antwort wird wahrscheinlich erschrecken weil ganz viele Frauen gerade die sagen immer muss ich alles alleine machen ganz wenig Verantwortung an andere abgeben.
00:54:08: Ja, ja total oft aus diesem Gedanken heraus entweder es ist sonst nicht so wie ich das möchte davon muss man sicher auch versuchen zu lösen.
00:54:15: das mache ich auch ja oder ja aber gut dass das würde jetzt vielleicht noch soweit führen ja aber ich da wollte nur noch den aufruf nach außen geben dass alle dabei sich selber auch nochmal gucken ich mach das auch dass wir uns besser abgrenzen verantwortung auch abgeben.
00:54:35: Und mir fällt es wirklich leichter jetzt, wo ich einfach merke.
00:54:37: Ich bin so
00:54:38: K.O.,
00:54:39: und ich weiß gar nicht ... Wann bin ich eigentlich wieder an einem Punkt in dem ich mich hundert Prozent wiederhergestellt fühle?
00:54:46: Es für mich auch schwer da reinzufühlen aber eben Körperkörperarbeit.
00:54:51: Dass man spätestens dann hoffentlich merkt, dass sich da was tun muss.
00:54:56: Ja, aber du bist deshalb
00:54:57: K.o.,
00:54:57: weil du das eben nicht konsequent machst,
00:54:59: ne?
00:55:00: Genau!
00:55:01: Also... Ja, das ist eine Frage der Abgrenzung und der Konsequenz.
00:55:08: Und ich habe schon von einer anderen Teilnehmerin des Retreats erzählt, die ein ähnliches oder ziemlich exakt gleiches Problem hatte ehrlich gesagt und die auch wieder und wieder in so Burnout-Geschichten reinläuft.
00:55:25: Es isst die Prägung natürlich aber die Umwandlung Die Gestaltung des eigenen Lebens, das obliegt uns.
00:55:34: Wir sind Erwachsene und wir können machen was wir wollen.
00:55:40: Es stimmt eben nicht dass wir vom Schicksal gebeutelte Armyben sind die in so einem Wassertröpfchen hin und her gespült werden und nichts machen können.
00:55:49: Das ist nicht wahr sondern es fühlt sich an.
00:55:51: ja aber es stimmt einfach nicht.
00:55:53: Muss ich trauen?
00:55:55: Und auch ehrlich zu sich selber sein?
00:55:57: Ja und dass auch Aushalten das unangenehm wird Widerstand ist unangenehm.
00:56:02: Ja, und dann muss man auch andere Leute, die sich schon daran gewöhnt haben, dass man das so ist ... Muss man auch ertragen?
00:56:09: Dass sie da evtl.
00:56:10: nicht immer positiv reagieren oder im schlimmsten Fall aussortieren.
00:56:16: Freundschaften, wenn jemand nicht fein damit ist, dass er mehr auf sich achtet.
00:56:21: Oder denen aber auch das eigene Entwicklungstempo zugestehen.
00:56:26: Nicht jeder ist so schnell im Aufräumen.
00:56:29: Manche machen es dafür gründlicher, aber deutlich langsamer.
00:56:32: Und jeder darf das so machen, Hauptsache es findet Bewegung statt!
00:56:36: Das ist das Wichtige.
00:56:40: Vielen Dank, dass du hier warst.
00:56:41: Vielen
00:56:42: dank für deine Zeit.
00:56:45: Paula lieben lernen.
00:56:46: Und wenn ihr auch mal dabei sein wollt, dann schreibt mir am besten auf Instagram noch besser aber und das ist neu auf meiner Homepage da findet Ihr unter Podcast ein Formular, das füllt ihr bitte aus und schon seid ja automatisch auf der Warteliste!
00:57:00: Vielen Dank.
00:57:00: und übrigens nicht vergessen ich gehe auf Tour ab September und die Tickets gibt es auf Eventim und auf Ticketmaster.
00:57:07: Ich freue mich wenn ihr da seid Tschüss.
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