372 - Ein frischer Anfang
Shownotes
2025 ist Vergangenheit, zum Glück. Jetzt steht 2026 vor der Tür und wir machen gemeinsam einen Ausflug zur Liebe. Was hast du über die Liebe gelernt? Und was möchtest du garantiert anders machen? Denn eines ist sicher: 2026 kann nur besser werden! Viel Freude beim Hören dieser Folge und ein glückliches neues Jahr!
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00:00:00: Herzlich willkommen bei Paula Liebenlern.
00:00:02: Mein Name ist Paula Lambert und ich begrüße dich sehr bei der Silvesterfolge zwanzig, fünfundzwanzig.
00:00:09: Worum geht es?
00:00:10: Es geht über das, was ich über die Liebe gelernt habe und ich möchte für dich etwas zum Fresh-Start-Effekt sagen, weil zwanzig, sechsundzwanzig steht an und wir alle erholen uns ein bisschen von fünfundzwanzig.
00:00:25: Das war nämlich ein richtiges setz hier ein Wort deiner Wahl ein.
00:00:30: Ja, und ganz ehrlich, mehr brauche ich davon nicht.
00:00:42: Also, heute ist der einundreißigte Dezember.
00:00:45: wahrscheinlich, die meisten von euch hören den Podcast direkt, wenn er rauskommt.
00:00:49: Und wir müssen jetzt kein neues Jahr, neues Ich machen, aber wir machen ein definitives neues Jahr ehrlichere Entscheidung.
00:00:58: Das ist nämlich ganz, ganz wichtig.
00:01:00: In dieser Folge geht es also nicht darum, dich zu optimieren, sondern darum, das Jahr so abzuschließen, dass du dich nicht mehr selbst betrügst.
00:01:09: Es gibt tatsächlich Forschung dazu.
00:01:12: Und darüber möchte ich mit dir sprechen, warum sich der Jahreswechsel so nach Neustart anfühlt.
00:01:18: Das ist nämlich tatsächlich der sogenannte Fresh-Start-Effekt, also der Fresh-Start.
00:01:24: Und ... Forscher haben gezeigt, dass Menschen nach zeitlichen Markern, also neues Jahr, neuer Monat, Geburtstag, neuer Mond mehr Motivation spüren, Dinge zu ändern, weil sich das Gehirn ein bisschen so anfühlt oder fühlt, es gäbe es ein vorher und ein nachher.
00:01:42: Und das ist natürlich hilfreich.
00:01:44: Aber es hat so ein paar Fallstricke.
00:01:47: Wir denken ja oft, Motivation reicht.
00:01:50: Motivation, irgendwas zu ändern, aufzuhören zu rauchen.
00:01:56: Ernsthaft, wenn ihr raucht, hört wirklich auf, weil es ist auf so vielen Ebenen schlecht.
00:02:02: Und das sag ich als Ex-Raucherin.
00:02:05: Aber dann kommt der Januar und das Leben ist plötzlich wieder Leben, es plätschert so vor sich hin.
00:02:12: Und das Ganze ist so ein bisschen ... Ja, der erste Januar fühlt sich nach Weißer Weste an und am dritten Januar sitzt du dann schon im Pyjama und verhandelst mit dir, ob du Tiefgülpizza essen darfst, weil das kann ja auch ein Neuanfang sein, die erste Tiefgülpizza des Jahres und das wollen wir natürlich nicht.
00:02:30: Es gibt eine Sache vorab, die ich sagen möchte und das ist die... Reflektion ist nicht gleich grübeln.
00:02:37: Es gibt auch da Forschung zur Unterscheidung zwischen viel über sich nachdenken und wirklich etwas verstehen.
00:02:44: Und das ist absolut signifikant.
00:02:47: Also, das Ganze nennt sich Surf Reflection and Inside Scale von den Wissenschaftlern Grant Franklin and Langford.
00:02:58: Da wird getrennt zwischen Selbstreflektion und echter Einsicht.
00:03:02: Und ihr kennt das sicher auch, entweder von euch selbst oder zumindest aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, ganz sicher aus der Familie.
00:03:10: Man kann unheimlich viel nachdenken, ohne wirklich klarer zu werden in der Handlung.
00:03:16: Also, Dinge zu verstehen, ist nicht das Gleiche wie tatsächlich, Dinge anders zu machen.
00:03:24: Also, ich will aber heute nicht, dass wir uns zerdenken.
00:03:28: Ich möchte, dass wir sehen.
00:03:32: Ja?
00:03:33: Und ich gebe dir jetzt mal ein paar Learnings, die ich so im Leben mitgenommen habe.
00:03:43: Und die sind vielleicht, wenn du an einem anderen Punkt bist oder noch nicht, an diesem Punkt sehr, sehr nützlich für dich.
00:03:50: Was heißt vielleicht ganz bestimmt?
00:03:53: Weil in meiner gesamten Arbeit geht es ja wirklich darum, dass du den Scheiß, den ich durchgemacht habe.
00:03:59: nicht auch noch durchmachen musst.
00:04:00: Dass es bei dir schneller geht, dass du eher ans Ziel kommst und vor allem mit weniger Narben und Verletzungen.
00:04:06: Ja, muss jetzt reicht, wenn einer blutet, müssen wir nicht alle machen.
00:04:10: Und darum Learning Nummer eins, Liebe braucht Präsenz, nicht Analyse.
00:04:19: Also, ich hab dieses Jahr wieder gesehen, wie ganz viele versuchen, Liebe zu lösen wie ein Problem.
00:04:26: Und das ist ja auch witzig unter Freunden.
00:04:28: Wir analysieren Chats, Tonlagenpausen und Emojis.
00:04:32: Und ... ja, ihr kennt das sicher alle, dann wird hin und her interpretiert.
00:04:38: Wie ist das wohl gemeint?
00:04:40: Aber in Wahrheit will die Person doch.
00:04:43: Und die Wahrheit ist aber viel, viel simpler.
00:04:45: Nee, entsteht nicht im Kopf.
00:04:47: Nie.
00:04:48: Nee, entsteht immer in Präsenz.
00:04:51: Das bedeutet, die Leute zeigen, was sie für dich empfinden.
00:04:58: Und da können die schreiben, was sie wollen.
00:05:00: Wir haben oft im Podcast darüber gesprochen, Handlung schlägt Wort immer.
00:05:06: Ja?
00:05:06: Ich kann ... Ja, du kannst jemanden angucken und sagen, ich liebe dich.
00:05:11: Es muss gar nichts bedeuten.
00:05:13: Wenn du aber für jemanden da bist, wenn es der Person schlecht geht oder ... der Person, ohne darüber nachzudenken.
00:05:20: Wir sind ja Sylvester Party, beim Kotzen die Haare zurückhältst.
00:05:24: Oder sagt, pass auf, ich werfe dich jetzt über die Schulter, du bist total voll gekleckert, ich trage dich jetzt nach Hause, sinngemäß.
00:05:31: Kann man natürlich auf ganz viele andere Bereiche, auch aus denen ihr wisst, was ich meine.
00:05:38: Und ich bin für dich da und ich warte, bis es dir wieder besser geht und ich bringe dir Wasser ins Bett usw.
00:05:43: Es kann aber auch einfach sein ... Ich will dich jetzt sehen, okay, dann mach ich das möglich und so weiter.
00:05:50: Das ist das, was ich meine.
00:05:52: Also ihr könnt euch nicht darauf verlassen, dass das, was geschrieben wird, tatsächlich irgendwas damit zu tun hat, was die Leute für euch empfinden.
00:06:02: Darum entsteht Nähe tatsächlich immer in der Handlung.
00:06:06: Und das ist ein ganz wichtiges Learning, weil es euch unheimlich viel Zeit spart, die ihr möglicherweise verschwendet mit Menschen, die einfach ... Ja, ihr Ego an euch ... Wer hat Gründemeyer das noch mal gesagt?
00:06:19: Der nur sein Ego an mir stillt oder so was.
00:06:23: Das klingt irgendwie komisch.
00:06:24: Aber ihr wisst, was ich meine.
00:06:26: Die Leute machen sich satt an eurer Zuneigung, ohne selber ins Invest zu gehen.
00:06:33: Und es muss nicht sein.
00:06:35: Also, wenn du dich geliebt fühlen willst, dann frag dich nicht, was meint er oder sie.
00:06:41: Dann frag dich ... sieht die Person mich überhaupt.
00:06:46: Ja, und viel wichtiger noch, sehe ich mich, sehe ich mich überhaupt.
00:06:54: Und lasse ich mich so behandeln, dass ich in der Art, wie ich gesehen werden möchte, tatsächlich sichtbar sein kann.
00:07:03: Darf ich sein, wie ich bin.
00:07:05: Oder muss ich mich verstellen, um jemandem zu gefallen.
00:07:09: Und sobald ihr in diesem ... In diesem Ding seid Gott, ich muss, ich darf nicht so laut lachen.
00:07:16: Ich darf keine, keine Ahnung, keinen Kopfsalat bestellen, weil das findet er super weird, wenn man das ist und so weiter raus da.
00:07:25: Das ist, da ist das Spiel schon verloren.
00:07:28: Wenn ihr sein dürft, wie ihr seid, dann ist alles gut.
00:07:32: Und auch darüber haben wir schon öfter gesprochen.
00:07:35: Man kann ja an dem Nervensystem und der Reaktion auf andere Menschen genau absehen, ob jemand euch eher im Trauma erwischt oder ob euch jemand meint.
00:07:47: Also wenn ihr ruhig seid, euch entspannt und wirklich ohne endlos zu zerdenken, was darf ich anziehen, was darf ich sagen, was für Musik darf ich hören, da irgendwie in Trouble seid, dann ist alles gut.
00:07:59: Und wenn ihr unruhig seid, hektisch immer aufs Telefon guckt, ob sich jemand meldet.
00:08:05: Vergesst es wirklich.
00:08:07: So.
00:08:08: Learning two.
00:08:10: Grenzen sind keine Härte.
00:08:14: Sie sind Schutz.
00:08:16: Grenzen sind nicht das Gegenteil von Liebe.
00:08:19: Grenzen sind das, was Liebe überhaupt erst sicher macht.
00:08:23: Also ihr dürft und müsst in der Lage sein, in sicherem Beziehung zu sagen, das will ich, das will ich nicht.
00:08:32: So möchte ich behandelt werden und so nicht.
00:08:35: Das ist mir wichtig und das nicht und so weiter.
00:08:38: Eine Grenze ist kein Angriff gegen andere, sondern eine Grenze ist immer Information, nämlich wie so eine Art Handlungsbeschreibung, die man aber selber bestimmt.
00:08:50: Miniformulierung, die ihr euch auch aufschreiben könnt, das passt für mich so nicht.
00:08:56: sagt dem anderen eigentlich ganz klar, ich muss an meinem Verhalten etwas ändern oder die Person fühlt sich nicht sicher mit mir oder vertraut oder gemütlich.
00:09:09: Ich brauche Zeit für mich, auch wichtig.
00:09:14: Und dann, ich bin dafür offen, aber nicht auf diese Art und Weise.
00:09:19: Manchmal gibt es ja Dinge, die Verhandlungsmasse sind.
00:09:22: egal ob jetzt in romantischen Beziehungen oder in familiären Kontext.
00:09:27: Und es muss immer ein Aufeinander zugehen sein.
00:09:33: Niemand darf euch irgendetwas aufoctruieren, was ihr dann tun müsst, damit andere Menschen sich wohlfühlen.
00:09:41: So.
00:09:45: Learning three.
00:09:47: Auch ganz wichtig.
00:09:49: Hoffnung ersetzt keine Handlung.
00:09:52: Also, Hoffnung ist natürlich wunderschön.
00:09:55: Aus der Hoffnung sind unglaublich viele Geschichten geboren.
00:10:01: Romane, romantische Natur, Filme und so weiter.
00:10:05: Die Kunst ist voller Hoffnung.
00:10:07: Aber Hoffnung ist dann gefährlich, wenn sie die Handlung ersetzt.
00:10:10: Also, wenn jemand seit Monaten dasselbe zu dir sagt und nichts davon lebt oder wird irgendwie ... umgesetzt, dann ist es nicht nur so eine Phase, weil die Person zu beschäftigt ist, das ist ein Muster.
00:10:25: Und wo du es mit einem Muster zu tun hast, muss man sich immer entscheiden, ist das Muster eines, das mir dient als Mensch, in dem ich gesehen werde, oder ist es ein Muster, was mir eher schadet.
00:10:42: Und du musst dich auch nicht dafür schämen, wenn du dich lange an Hoffnung festgehalten hast.
00:10:48: Hoffnung ist ja oft einfach, der Versuch, Schmerz zu vermeiden.
00:10:53: Und das ist völlig okay.
00:10:54: Aber Hoffnung darf eben keine Handlung ersetzen.
00:10:58: Also, achtet darauf, wie ihr behandelt werdet.
00:11:02: Ja?
00:11:04: Und ob eure Hoffnung die Handlung ersetzt, das darf nämlich nicht sein.
00:11:09: So, Learning Four.
00:11:12: Nicht jede Verbindung ist fürs Bleiben gedacht.
00:11:15: Ja?
00:11:16: Nicht jede Verbindung ist für die Ewigkeit.
00:11:18: Manche Verbindungen sind tatsächlich dafür da, dich zu öffnen oder dich zu konfrontieren und dir nochmal ganz klar zu sagen, pass auf.
00:11:26: Hier ist eine Baustelle, die du noch nicht angegangen bist.
00:11:30: Wenn ihr mal zurückblickt auf gescheiterte Beziehungen, dann wird euch auffallen oder dir, dass sich Dinge wiederholt haben.
00:11:40: Im Podcast ist es ja ganz, ganz oft so bei den Hauptsächlich Frauen, die bei mir sind, aber auch bei den Männern, dass die Beziehungen, die sie unerfolgreich geführt haben oder sehr Schmerz erfüllt, dass die wieder und wieder eine bestimmte Baustelle umkreist haben.
00:11:55: Und wenn die Leute sich weigern, also du in dem Fall, dorthin zu gucken und zu sagen, pass auf, ich sehe, hier ist ein Abflussrohr leck, ich werde das einfach jetzt mal reparieren, dann wird es so lange um dich herumschwirren.
00:12:08: Und du wirst dich dann nicht rausentwickeln können, bis du den Zementmischer anschmeißt und sagst, okay, Moment, wer bin ich denn eigentlich?
00:12:17: Was brauche ich?
00:12:18: Alles klar, was mache ich hier vor diesem riesigen Loch?
00:12:20: Lass mich das zuschütten.
00:12:23: Und dieses Loslassen von Verbindungen, die einfach vielleicht auch nur die Aufgabe haben, dich darauf ... vorzubereiten, dass hier wirklich noch eine Sache zu tun ist, ein großes Lernen ansteht, was danach die nächste Entwicklungstufe frei gibt.
00:12:43: Das ist kein Scheitern, sondern das ist Bewegung im Leben.
00:12:48: Das Leben ist ja Bewegung.
00:12:49: Es geht immer weiter vorwärts.
00:12:52: Nur an den Stellen, wo wir nicht richtig hingucken und mich richtig hinfühlen wollen, da bleiben wir stecken.
00:12:58: Und dieses Gefühl des Steckenbleibens in einer Entwicklungsphase, das ist das, was so wahnsinnig unangenehm ist.
00:13:06: Wo wir dann das Gefühl entwickeln, okay, immer hab ich Pech, nie ist etwas für mich gemacht.
00:13:12: Ich hab einfach keinen Glück, bla, bla, bla, ihr kennt das ja alle.
00:13:14: Ja?
00:13:15: So, weiter geht's.
00:13:18: Wenn wir über die Liebe sprechen, dann gibt es natürlich auch wieder aus der Harvard Study of Adult Development, die einfach ganz, ganz toll ist und so viele Erkenntnisse bereithält für die Menschheit.
00:13:30: Also dieser eine Satz, den ich schon in der letzten Folge gesagt habe, den müsst ihr euch wirklich ins Hirnhemmern.
00:13:36: Gute Beziehungen sind zentral für Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
00:13:41: Das ist elementar.
00:13:42: Ich weiß nicht, ob ihr euch ... Es gab ja viele Kandidaten in diesem Podcast, die teilweise immer noch nicht raus sind aus diesen wirklich für uns zuhörenden, entsetzlichen Beziehungskonstrukten, die sie schwächen und lähmen und verletzen und so weiter.
00:14:00: Ihr grabt euch selber den Lebenssaft damit ab.
00:14:03: Ja?
00:14:04: Und gute Katze.
00:14:06: Schnitte zu machen, harte Schnitte ist so viel hilfreicher als in mittelmäßigen oder schlechten Beziehungsmustern und Systemen herumzuleben.
00:14:16: Mit Leuten einfach nur damit jemand neben dir atmet.
00:14:20: Das kann es nicht sein.
00:14:22: Alleine die Dinge zu bewältigen, erfordert Kraft, aber es ist allemal besser, als es mit jemandem zu tun, der dir die Lebensenergie raubt.
00:14:33: Denkt immer daran.
00:14:35: Also gute Beziehung heißt ja nicht Beziehung um jeden Preis.
00:14:39: Gute Beziehung heißt Sicherheit, Respekt und eine Reparaturfähigkeit.
00:14:43: Und das gilt für Partnerschaft ebenso wie für Freundschaften und Familie.
00:14:47: Und auch natürlich für die Beziehung zu dir.
00:14:51: Und vielleicht ist genau das, diese Reife, die das Jahresende manchmal so herausfordert.
00:14:59: Ich will nicht irgendwem.
00:15:01: Ich will echte Qualität.
00:15:05: Und das ist wichtig.
00:15:07: Absolut wichtig.
00:15:08: Die Qualität, die einfach hochwertig ist.
00:15:13: Und es gibt natürlich unzählige Paare in der Geschichte der Menschheit, die zeigen, wie unterschiedliche Menschen Beziehungen verstehen.
00:15:20: Also ein Beispiel, hochintellektuell, sehr komplex natürlich.
00:15:26: Simone de Beauvoir und Jean-Paul Zadre.
00:15:29: Also eine Partnerschaft, die bewusst nicht in die klassische Eheform gepasst hat.
00:15:34: Die war geprägt von sehr radikalen Ideen, von Freiheit und Ehrlichkeit.
00:15:38: Aber die hat eben eine Idee davon gegeben oder einen Eindruck davon, wie es auch sein kann.
00:15:46: Die haben Türen aufgestoßen.
00:15:49: Und ich erwähne das nicht, weil das ein Vorbild sein muss.
00:15:52: Deren Beziehung war auch sehr komplex.
00:15:55: Aber dieses Beispiel zeigt auch, Beziehung ist nie nur Romantik.
00:16:01: Beziehung ist auch immer eine Entscheidung, darüber, wie wir leben wollen.
00:16:09: Beziehung ist immer eine Entscheidung darüber, wie wir leben wollen.
00:16:14: Ja, ist ein wichtiger Satz.
00:16:17: Also nicht das Modell zählt, sondern ob ein Modell dich größer macht oder eben kleiner.
00:16:25: Und es ist jetzt nicht wie kein Zauberwerk.
00:16:32: Aber natürlich wollen wir größere, größere Modelle.
00:16:36: Wir wollen wachsen.
00:16:37: Ja?
00:16:38: Wir wollen nicht kleiner werden.
00:16:40: Das Leben drumrum macht uns schon kleiner genug.
00:16:42: Und zwar schade, wenn wir den Beziehungen, in denen wir uns bewegen, dieselbe Macht geben.
00:16:47: Ja?
00:16:48: So.
00:16:49: Also, ich habe eine kleine Nicht-mehr-Mitnehmen-Zwanzig-Sächsen-Zwanzig-Liste für euch gemacht.
00:16:55: Und die könnt ihr euch aufschreiben.
00:16:58: Oder ihr könnt ihr auch einfach anhören, wie so eine kleine innere Inventur.
00:17:04: Also.
00:17:10: Ich nehme nicht mehr mit, aushalten, wenn ich eigentlich sprechen muss.
00:17:16: Sagt, was ist.
00:17:21: Funktionieren statt fühlen.
00:17:25: Ich nehme nicht mehr mit, funktionieren als Persönlichkeit.
00:17:32: Ich nehme nicht mehr mit, funktionieren als Persönlichkeit.
00:17:39: Funktionieren darf nie eine Persönlichkeitsstruktur bieten, weil ihr da immer ganz, ganz weit weg von euch selber seid.
00:17:49: Hoffen statt wählen.
00:17:51: Ich nehme nicht mehr mit.
00:17:53: Hoffnung als Ersatz für Wahl.
00:17:58: Hoffnung darf kein Ersatz für eine Entscheidungsfreiheit sein.
00:18:03: Für euch, so mein Lieblingspunkt, mich kleiner machen, um gehalten zu werden.
00:18:14: Ich nehme nicht mehr mit.
00:18:17: Mich kleiner machen, damit jemand bleibt.
00:18:21: Ich nehme nicht mehr mit.
00:18:23: Mich kleiner machen, damit jemand bleibt.
00:18:30: Kommt ihr das bekannt vor?
00:18:33: Falls du dich in dem oder irgendeinem Punkt wieder erkennst, ist natürlich kein Grund, hart mit dir zu sein.
00:18:39: Aber es ist ein Grund, ehrlich zu werden.
00:18:43: Und jetzt ist die Zeit dafür.
00:18:48: Okay, wenn du jetzt kannst oder es noch nicht getan hast, dann nimm dir ganz kurz ein Zettel oder mach ne Notiz am Handy, das geht auch.
00:18:57: Ich stell dir jetzt vier Fragen und ... Lasst ihr bei der Beantwortung ruhig Zeit, du musst sie auch nicht perfekt beantworten.
00:19:05: Ein Satz reicht, kannst aber auch ganz viele schreiben, wie du möchtest.
00:19:09: Ja?
00:19:10: Okay.
00:19:11: Bereit?
00:19:12: Frage eins.
00:19:15: Welche Beziehung oder welches Muster hat mich dieses Jahr am meisten Energie gekostet?
00:19:25: Welche Beziehung oder welches Muster hat mich dieses Jahr am meisten Energie gekostet?
00:19:34: Frage zwei.
00:19:37: Was war mein Anteil daran?
00:19:39: Ganz ohne Schuld, ohne Schuld zur Weisung, nur in Wahrheit.
00:19:43: Was war mein Anteil daran?
00:19:47: Beziehungen sind ja immer geben und nehmen, ein Zusammenspiel an Kräften.
00:19:50: Und wenn jemand etwas tut, gibt es immer einen anderen, der das zulässt, dass es getan wird.
00:19:55: Das darf man auch nie vergessen.
00:19:59: Frage drei.
00:20:02: Was würde ich nächstes Jahr anders machen, wenn ich mich wirklich ernst nehme?
00:20:08: Was würde ich nächstes Jahr anders machen, wenn ich mich wirklich ernst nehme?
00:20:18: Und Frage vier.
00:20:20: Welchen Satz möchte ich mir als Beziehungskompass mitnehmen?
00:20:28: Welchen Satz möchte ich mir als Beziehungskompass mitnehmen?
00:20:34: Also, das kann zum Beispiel sein, ich wähle Verbindung, nicht Verfügbarkeit oder ich bleibe mir treu, auch wenn jemand mich dann nicht wählt.
00:20:46: Ganz wichtig.
00:20:48: Oder so was wie, ich gehe nur dahin, wo Respekt wohnt.
00:20:54: Ja?
00:20:55: Weil wenn ihr euch respektlos behandeln lasst, dann untergrabt ihr damit euer Selbstwertgefühl.
00:21:01: Und das ist ja manchmal eh nicht so toll.
00:21:10: Ich hoffe, dass du wirklich einen schönen Übergang ins neue Jahr hast.
00:21:16: Und zwar nicht perfekt, aber ehrlich mit dir selber.
00:21:20: Und wenn du heute Abend merkst, da ist so eine Wehmut in mir, da ist Hoffnung, da ist vielleicht auch Angst, dann ist das überhaupt kein Zeichen, dass du irgendwas falsch machst.
00:21:31: Es ist einfach nur ein Zeichen dafür, dass du lebendig bist.
00:21:35: Und ich hoffe ganz, ganz fest, du gehst ins neue Jahr mit einer Entscheidung, nämlich dich nicht mehr zu verlassen.
00:21:45: In Wort- und Handlung.
00:21:49: Und wenn du Lust hast, mit mir daran zu arbeiten, dann wird es jetzt im Januar einen neuen Kurs geben.
00:21:57: Es gibt das große Retreat im März.
00:21:59: Das ist eine ganz, ganz tolle Erfahrung.
00:22:03: Wir können körperlich auch miteinander arbeiten.
00:22:06: Da ist es nicht nur Intellektuelles Verstehen, sondern tatsächlich Fühlen.
00:22:10: Und natürlich gibt es ein Power Circle.
00:22:13: Und so oder so, ich freue mich wahnsinnig, dass du da bist.
00:22:17: Ich freue mich, dass du ... diesem Podcast hörst und ich schicke dir ein ganz, ganz dickes Küsschen.
00:22:26: Weil du echt Knorke bist.
00:22:29: Prost neues Jahr.
00:22:30: Alles Liebe, deinem Paula.
00:22:33: Das war Paula lieben lernen und wenn ihr auch mal dabei sein wollt, dann schreibt mir am besten auf Instagram.
00:22:38: The Real Paula Lambert bin ich da.
00:22:40: Danke.
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